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Horst Seehofer (li.) und Hubert Aiwanger.

Krise der Milchbauern

Aiwanger fordert Abberufung von Bundesagrarminister Schmidt

München - Weil Bundesagrarminister Christian Schmid nicht an der Seite der Bauern zu sein scheint, fordert der Chef der Freien Wähler CSU-Chef Horst Seehofer auf, sich für dessen die Abberufung einzusetzen. Aiwanger hat keine große Erwartung an den Agrargipfel.

Die Freien Wähler (FW) haben CSU-Chef Horst Seehofer aufgefordert, sich für die Abberufung von Bundesagrarminister Christian Schmidt einzusetzen. Schmidt stehe in der Milchkrise nicht an der Seite der Bauern, sondern auf der Seite der Industrie, warf FW-Chef Hubert Aiwanger kurz vor dem Agrargipfel in der Staatskanzlei am Montag dem mittelfränkischen CSU-Politiker vor. „Er ist mit dem Herzen nicht bei den Bauern.“

Schmidt habe es bisher immer abgelehnt, für eine Reduzierung der Milchproduktion einzutreten, um die Erzeugerpreise für Milch zu stabilisieren. „Es nützt nichts, wenn Seehofer in Bayern für eine Begrenzung der Produktion eintritt und der Bund sich bedeckt hält“, sagte Aiwanger. „Der Bund ist in diesem Falle auch die CSU.“ Seehofer müsse das Agrarministerium in Berlin auf Spur bringen.

Schmidt wurde am Nachmittag zum bayerischen Agrargipfel in der Staatskanzlei erwartet, bei dem Seehofer die Krise in der Landwirtschaft diskutieren wollte. Aiwanger hat keine großen Erwartungen an das Treffen: „Es wird am Ende eine Kaffeerunde sein.“

dpa

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