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Hubert Aiwanger.

Freie-Wähler-Chef

Aiwanger verteidigt Job für seinen Schwager

Nürnberg - Weil Landtagsabgeordnete Familienangehörige beschäftigt haben, steht die CSU derzeit in der Kritik. FW-Chef Aiwanger verteidigt nun die Beschäftigung seines Schwagers. Der leiste schließlich gute Arbeit.

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat die Beschäftigung seines Schwagers als Büromitarbeiter verteidigt. Entscheidend sei die Arbeitsleistung, sagte Aiwanger am Donnerstag am Rande der Frühjahrsklausur seiner Landtagsfraktion in Nürnberg. Schließlich könne nicht nur bei Verwandten, sondern auch mit der Scheinbeschäftigung von alten Klassenkameraden oder sonstigen Spezln Missbrauch getrieben werden. „Deshalb fordere ich, dass für den gezahlten Betrag auch eine Leistung erbracht wird. Das ist der Knackpunkt“, sagte Aiwanger. „Dann ist das für mich nicht mehr so wichtig, ob es eine Cousine oder ein Cousin oder die Frau ist.“

Der FW-Chef steht in der Kritik, weil er in seinem Stimmkreisbüro seinen Schwager beschäftigt. Dennoch glaube er nicht, dass das für seine Partei zum Problem werden könnte, betonte Aiwanger. Denn erstens habe sein Mitarbeiter schon für ihn gearbeitet, bevor er überhaupt in die Familie eingeheiratet habe. Zweitens sei das Verwandtschaftsverhältnis seit langem bekannt. Drittens leiste sein Schwager unter den Augen der Öffentlichkeit gute Arbeit. Und viertens zahle er ihn seit 1. Mai freiwillig aus eigener Tasche. „Damit ist die Sache vom Tisch, denke ich.“

Entsprechend stand am ersten Tag der Frühjahrsklausur der Landtagsfraktion Inhaltliches im Vordergrund. „Wir sind überzeugt, mit dem G8 ein gutes Thema für die nächsten Monate zu haben“, sagte Aiwanger, der für ein wahlweise neunjähriges Gymnasium eintritt. Darüber hinaus stünden die Freien Wähler für den Widerstand gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung. Aiwanger zeigte sich zuversichtlich, bei der Landtagswahl 15 Prozent zu erreichen.

dpa

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