+
Die Außenpolitikerin Sena Nur Celik forderte mehrere Staatschefs auf, sich selbst eine Lage der Türkei zu machen.

"Angriff auf die Demokratie"

AKP-Abgeordnete fordern Merkel & Co. zu Türkei-Besuch auf

Brüssel - Vertreter der türkischen Regierungspartei AKP haben europäische Spitzenpolitiker aufgefordert, sich persönlich ein Bild von der Lage in ihrem Land zu machen.

„Wir würden eigentlich erwarten, dass Staatschefs, Minister und Vertreter der EU in die Türkei kommen (...), anstatt sich darauf zu verlassen, was sie in den Nachrichten sehen“, sagte die Außenpolitikerin Sena Nur Çelik am Mittwoch am Rande eines Besuchs von türkischen Abgeordneten in Brüssel. Es sei enttäuschend, dass die Türkei nach dem Putschversuch nicht dieselbe Art von Solidarität bekomme wie sie beispielsweise Frankreich nach den Terroranschlägen erfahren habe. „Das war ein riesiger Angriff auf die Demokratie“, sagte Çelik.

"Ausmaß der Gewalt ist unvorstellbar"

Für die Debatte über die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei äußerte die AKP-Politikerin Verständnis. „Das Ausmaß der Gewalt, das wir am 15. Juli erlebt haben, war unvorstellbar“, sagte sie. Die schwerbewaffneten Putschisten hätten unbewaffnete Zivilisten angegriffen und bombardiert. Gleichzeitig machte Çelik deutlich, dass das Thema bislang nicht auf der Tagesordnung des Parlaments stehe. Derzeit schlügen die Emotionen sehr hoch, erklärte sie. Man müsse sehen, wie die Stimmung in einiger Zeit sei.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

SPD berät über Kurs in der Russland-Politik
Berlin (dpa) - Der SPD-Vorstand berät am Vormittag über die außenpolitische Linie der Partei - unter anderem über die Haltung zu Russland. Außenminister Heiko Maas (SPD) …
SPD berät über Kurs in der Russland-Politik
Donnerschlag in Italien: Populisten-Bündnis gescheitert - „Sind nicht Sklaven der Deutschen“
Erst verbreitet ein Populisten-Bündnis in Italien Unruhe in ganz Europa. Dann platzt es auf den letzten Metern. Kommen jetzt Neuwahlen?
Donnerschlag in Italien: Populisten-Bündnis gescheitert - „Sind nicht Sklaven der Deutschen“
Populisten-Bündnis in Italien gescheitert
Es ist ein Donnerschlag. Erst verbreitet ein Populisten-Bündnis in Italien Unruhe in ganz Europa. Dann platzt es auf den letzten Metern. Was nun?
Populisten-Bündnis in Italien gescheitert
Seehofer: Bamf-Skandal belegt Notwendigkeit von Ankerzentren
Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Horst Seehofer begründet den Bedarf an den von ihm geplanten Ankerzentren auch mit dem Skandal im Bremer Flüchtlingsamt.
Seehofer: Bamf-Skandal belegt Notwendigkeit von Ankerzentren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.