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Umweltaktivisten besetzen die Bahngleise zu den Braunkohlekraftwerken. Foto: Oliver Berg

Nordrhein-Westfalen

Aktivisten besetzen Bagger im Rheinischen Braunkohlerevier

Es gibt nicht eine Massenaktion der Braunkohlegegner. Sie fahren bei ihrem Protest eine Strategie der vielen Nadelstiche. Die Polizei hält mit einem Großaufgebot dagegen.

Erkelenz (dpa) - Hunderte Braunkohlegegner haben mit Protest-Aktionen den Tagebaubetrieb im Rheinischen Revier gestört und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.

Aktivisten besetzten am Freitag vorübergehend einen riesigen Bagger im Tagebau Inden und blockierten zeitweise eine Kohle-Transportbahn im Tagebau Garzweiler. Später versuchten die Demonstranten, Bahngleise an zwei weiteren Stellen zu besetzen. Gewaltsame Auseinandersetzungen meldete die Polizei nicht.

"Die Demonstranten versuchen, verschiedene Brennpunkte zu schaffen. Sie wollen uns an vielen Orten binden", sagte Polizeisprecher Paul Kemen. "Wir haben damit gerechnet und sind mit massiven Kräften darauf eingestellt." Die Aktivisten fahren damit eine andere Strategie als bei den Protesten 2015, als sie in einer Massenaktion in den Tagebau Garzweiler eindrangen.

Rund 2000 Menschen waren nach Angaben des Aktionsbündnisses Ende Gelände schon am Vorabend in Wellenbewegungen aufgebrochen. Ihr Ziel war es, an verschiedenen Punkten die Infrastruktur des Tagebaus Garzweiler zu blockieren. Hunderte Aktivisten, die sich zu Fuß aufmachten, leitete die Polizei wieder zurück ins Protestcamp nach Erkelenz.

Bei Kontrollen stoppten Beamte einen Lastwagen, der Hunderte Strohsäcke geladen hatte. Solche Strohsäcke hatten Demonstranten bereits früher gegen Polizisten eingesetzt.

Mit den Protesten, die bis zum 29. August angekündigt sind, fordern Initiativen aus Gründen des Klimaschutzes den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle.

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