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Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil Al-Arabi.

Treffen der arabischen Außenminister in Kairo

Al-Arabi: Arabische Liga fordert Ende des Waffenembargos in Libyen

Kairo - Die international anerkannte libysche Regierung fordert eine Aufhebung des Waffenembargos. Die Arabische Liga unterstützt die Forderung. 

Die Arabische Liga unterstützt die Forderung der international anerkannten libyschen Regierung nach einer Aufhebung des Waffenembargos. Das sagte Generalsekretär Nabil Al-Arabi am Dienstag bei einem Treffen der arabischen Außenminister in Kairo. Zuvor hatte Libyens Außenminister Mohammed al-Dairi die Liga um Hilfe im Kampf gegen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gebeten.

Das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen war 2011 in Kraft getreten. Die Regierung in Tobruk argumentiert, dass sie die Dschihadisten ohne neue Waffen nicht effektiv bekämpfen könne. Über arabische Luftangriffe auf die Dschihadisten - von Tobruk ebenfalls gefordert - stimmte die Liga nicht ab. Das Bündnis sprach sich aber in einer Erklärung dafür aus, den Aufbau der geplanten gemeinsamen Armee zu beschleunigen, um solchen Krisen künftig besser begegnen zu können.

In Libyen gibt es zwei Regierungen und Parlamente, die jeweils von Milizen unterstützt werden. Da sich beide Seiten heftig bekämpfen, konnten IS-Anhänger an Macht gewinnen. Grund für die Krisensitzung der Arabischen Liga war die Tötung von mehr als hundert Menschen in der libyschen Mittelmeerstadt Sirte durch IS-Kämpfer. Sie beherrschen die Heimatstadt des Ex-Machthabers Muammar al-Gaddafi seit Mai.

dpa

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