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Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri droht der USA mit neuen Anschlägen.

15 Jahre nach Flugzeug-Attentat

Al-Kaida-Chef Sawahiri droht den USA mit neuen Anschlägen

New York - Vor knapp 15 Jahren wurden bei den Anschlägen auf das World Trade Center fast 3000 Menschen getötet - nun provoziert Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri mit Aussagen über neue Attentate.

Mit den Anschlägen habe Al Kaida die USA für ihre "Verbrechen" bestraft, sagte Sawahiri in einer Videobotschaft, die am Donnerstag auf der Internetplattform YouTube veröffentlicht wurde. Sollten diese Verbrechen nicht aufhören, werde sich das, was am 11. September geschah, "tausendfach" wiederholen.

Die Anschläge vom 11. September 2001 jähren sich am Sonntag zum 15. Mal. Damals hatten Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida Passagierflugzeuge entführt und in das World Trade Center in New York sowie ins Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte entführte Maschine stürzte im Bundesstaat Pennsylvania in ein Feld. Bei den Anschlägen wurden fast 3000 Menschen getötet.

Sawahiri: Afroamerikaner sollen zum Islam konvertieren

Sawahiri kritisierte in dem Video die Politik der USA in arabischen und islamischen Ländern. Er warf der US-Regierung vor, Teile dieser Länder zu besetzen und die "verbrecherischen und korrupten" Regierungen zu unterstützen. Die Dschihadisten rief er zur Einheit auf. Afroamerikaner sollten nach den Worten Sawahiris zum Islam konvertieren, um sich vor den von "der weißen Mehrheiten" diktierten US-Gesetzen zu "retten".

Der US-Kongress verabschiedete unterdessen ein Gesetz, das Klagen gegen ausländische Regierungen wegen der Anschläge vom 11. September ermöglichen soll. Vier Monate nach dem Senat stimmte am Freitag auch das Repräsentatenhaus dem Gesetzentwurf zu, der sich vor allem gegen Saudi-Arabien richtet.

Unterschreibt Obama umstrittenes Gesetz?

Da 15 der 19 Attentäter aus Saudi-Arabien stammten, waren seit den Anschlägen immer wieder Vorwürfe laut geworden, die Attentäter hätten Hilfe von offizieller saudiarabischer Seite erhalten. Die Führung in Riad wies dies stets zurück. Sie lehnt auch das nun verabschiedete Gesetz vehement ab.

Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss Präsident Barack Obama es noch unterzeichnen. Das Weiße Haus hat sich aber bereits dagegen ausgesprochen.

AFP

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