Menschen warten vor der Dexter Avenue King Memorial Baptist Church in Montgomery, Alabama auf Hilary Clinton.
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An dieser Kirche in Montgomery trat Martin Luther King 1954 seine erste Pastorenstelle an - später wurde sie zu seinen Ehren umbenannt in Dexter King Memorial Church.

Der Baumwoll-Staat im Süden der USA

US-Bundestaat Alabama: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Alabama gehört mit seiner stagnierenden Wirtschaft zu den ärmeren Bundesstaaten der USA. Die Geschichte dieser Region spiegelt sich sehr stark im Wahlverhalten der Bevölkerung wider.

  • Alabama spielte im amerikanischen Bürgerkrieg eine zentrale Rolle.
  • Die Wirtschaft des US-Bundesstaates ist vor allem von der Landwirtschaft geprägt.
  • Der 22. Bundesstaat ist schon seit Jahrzehnten die Hochburg einer der Spitzenparteien der USA.

Montgomery – Der US-Bundesstaat Alabama trägt neben den Bezeichnungen „Cotton State“ (Baumwoll-Staat) und „Goldhammer State“ (Goldspecht-Staat) den inoffiziellen Namen „Heart of Dixie“ (Herz des Südens). Dies stammt noch aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs, als Alabama zu den abgespaltenen Südstaaten gehörte und Montgomery die Hauptstadt der Konföderierten war.

Alabama – Geschichte und Gründung des 22. Bundesstaates

Alabama hat seinen Namen von einem Indianerstamm der Choctaw. Französische Siedler aus dem 16. Jahrhundert versuchten, den indianischen Namen auszusprechen, und prägten so die ähnlich klingende Bezeichnung Alabama.
Seit jener Zeit ist in dem jetzigen US-Bundesstaat einiges passiert:

  • 1763 gaben die Franzosen Alabama auf und es fiel zum Großteil an die Engländer.
  • Ab 1798 gehörte Alabama zum Mississippi-Territorium.
  • 1817 folgte die Gründung des Alabama-Territoriums.
  • 1819 trat Alabama als 22. Bundesstaat den USA bei.
  • 1861 schied es wieder aus dem Staatenbund aus und bildete zusammen mit den anderen Südstaaten die Konföderierten Staaten von Amerika.
  • 1861 bis 1865 unterstützte Alabama die Konföderierten Staaten im Sezessionskrieg.
  • 1868 wurde Alabama erneut in den Staatenbund der USA aufgenommen.

Im 20. Jahrhundert ist die Geschichte Alabamas geprägt von der Weltwirtschaftskrise. Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschten in dem US-Bundesstaat heftige Unruhen, die die von Bürgerrechtlern geforderte Abschaffung der Rassentrennung mit sich brachte. Die bekanntesten Vertreter dieser Bewegung waren Martin Luther King und Rosa Parks, die damals in Montgomery lebten.

Alabama: Wissenswertes zu Geografie und Lage

Alabama liegt im Süden der USA. Der US-Bundesstaat grenzt im Osten an Georgia, im Norden an Tennessee und im Westen an Mississippi. Im Süden befinden sich der Golf von Mexiko sowie Florida.

Aufgrund der Geografie herrscht im Norden und im Landesinneren ein gemäßigtes Klima. Im Süden dominieren subtropische Verhältnisse. Durch dieses feuchtwarme Klima bilden sich in Alabama viele Wirbelstürme. Es ist Teil der Tornado Alley, in diesen Breiten auch „Dixie Alley“ genannt.

Alabama und seine größten Städte

Die bedeutendsten Städte in Alabama sind:

  • Birmingham mit 212.237 Einwohnern
  • Montgomery mit 205.764 Einwohnern
  • Mobile mit 195.111 Einwohnern
  • Huntsville mit 180.105 Einwohnern

Alabama: So setzt sich die Bevölkerung zusammen

Der US-Bundesstaat Alabama hat rund 4.863.300 Einwohner. Das sind 35 Menschen pro Quadratkilometer. Die Bevölkerung besteht aus folgenden Gruppen:

  • 70,4 % Weiße
  • 26,3 % Afroamerikaner
  • 2,3 % Latinos
  • 1,0 % Asiatische Amerikaner
  • 0,4 % Indianer

Alabama: Ein Blick auf die Wirtschaft

Der 22. Bundesstaat produziert vor allem Baumwolle, Mais, Zuckerrohr, Tabak sowie Kartoffeln und züchtet Schweine sowie Rinder. Die Automobilbranche und Technologie-Zweige bilden ebenfalls florierende Standbeine der Wirtschaft. Dennoch gehört Alabama zu den ärmsten und strukturschwächsten Bundesstaaten der USA.

Alabama und die Wahlen – Trends und Hintergründe

Das Wahlverhalten der Bevölkerung von Alabama hat sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts stark gewandelt.

Ab 1828 war die Region fest in der Hand der demokratischen Partei. Außer Ulysses S. Grants siegte in Alabama bei den Präsidentschaftswahlen bis 1960 stets der Kandidat der Demokraten.

Ab den 1950er Jahren setzten sich die Demokraten verstärkt für die Abschaffung der Rassentrennung ein. Das missfiel weiten Teilen der Bevölkerung und sie wandten sich ab 1964 verstärkt den Republikanern zu. Diese politische Richtung hat Alabama bis heute beibehalten.

Da dieser US-Bundesstaat zusammen mit dem benachbarten Mississippi den geringsten Anteil an Wechselwählern von ganz Nordamerika besitzt, wird sich dieser Trend höchstwahrscheinlich auch bei den aktuellen Wahlen halten.

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