Der Berg Denali, bis 2015 Mount McKinley.
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Als Zeichen des neuen Respekts vor den ursprünglichen Bewohnern Alaskas erhielt der Mount McKinley 2015 seinen traditionellen Namen Denali zurück.

Der 7,2-Millionen-Dollar-Kauf

US-Bundesstaat Alaska: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Alaska liegt zwischen Kanada und Russland an der Bering-Straße im Polarmeer. Der Kauf zum Preis von 7,2 Millionen galt 1867 noch als verrückt, doch dann wurde Gold gefunden.

  • Alaska ist mit 1,7 Mio. Quadratkilometern der flächenmäßig größte Staat der USA.
  • Die Hauptstadt ist Juneau.
  • Alaska wurde erst 1959 als 49. Bundesstaat in die Union aufgenommen.

Juneau – Endlose menschenleere Wälder, Elche und Bären, schneebedeckte Berge und raue Küsten: Das ist das Bild, das die meisten Menschen von Alaska haben. Trotz der geringen Bevölkerungsdichte gehört der nördlichste Bundesstaat der USA aufgrund seiner Bodenschätze zu den wohlhabendsten.

Alaska: Geschichte und Gründung des Staates

Die Ureinwohner von Alaska zogen einst vermutlich über eine noch existierende Landbrücke von Asien nach Nordamerika, ehe der steigende Meeresspiegel die Kontinente trennte. Ab dem 17. Jahrhundert unternahmen russische Entdecker Versuche, Alaska zu erreichen, ehe 1783 die ersten russischen Handelsposten für den Pelzhandel gegründet wurden.

Im Laufe der Zeit drangen russische Händler im Süden bis nach San Francisco vor. Doch aufgrund der riesigen Distanz zur Hauptstadt St. Petersburg und der gefährlichen Passage durch das Eismeer war die Kolonie für das Zarenreich immer mühsamer zu verwalten. 1867 verkaufte Russland das Land für 7,2 Millionen an die USA.

Lange Zeit galt der Kauf als eine der größten Verrücktheiten in der Geschichte der USA, doch als 1896 bei Klondike Gold gefunden wurde, strömten zahlreiche Siedler in den Norden. Am 3. Januar 1959 erfolgte schließlich die Gründung des Bundesstaates. Dieser spielte aufgrund der geografischen Nähe zur Sowjetunion zu dieser Zeit eine bedeutende militärstrategische Rolle.

Die Wirtschaft von Alaska heute

Der Goldrausch von Klondike war schon bald wieder Geschichte, doch 1968 wurde in der Prudhoe Bay schwarzes Gold gefunden. Die riesigen Erdölfelder machen 85 Prozent des Einkommens aus und haben Alaska zu einem der wohlhabendsten Bundesstaaten der USA gemacht. Über den Alaska Permanent Fund werden sämtliche Bewohner des Staates daran beteiligt.

Daneben profitiert die regionale Wirtschaft von weiteren Bodenschätzen, den Wäldern und dem Fischreichtum. Aufgrund der Geografie des Staates spielen Landwirtschaft und Industrie dagegen eine kleine Rolle.

Alaska: Geografie und Städte

Mit über 1,7 Mio. Quadratkilometern Fläche ist Alaska der größte Bundesstaat der USA. Er wird auch gerne als „Last Frontier“ (die letzte Grenze) bezeichnet. Die Tiefebene des Yukon River wird im Süden und Norden von Gebirgszügen eingerahmt. Der Denali (Mount McKinley) ist mit 6.190 Metern der höchste Berg Nordamerikas. Im Südosten erstreckt sich ein schmaler Küstenstreifen entlang der Grenze zu Kanada, der Alaska Panhandle. Hier liegt auch die ca. 32.000 Einwohner zählende Hauptstadt Juneau.

Wirtschaftliches Zentrum und mit Abstand größte Stadt von Alaska ist Anchorage mit knapp 300.000 Einwohnern. Weitere nennenswerte Städte sind Fairbanks und College.

Alaska und seine Bevölkerung

Alaska ist der US-Bundesstaat mit dem höchsten Anteil an Ureinwohnern in der Bevölkerung.

  • 15,6 % bezeichnen sich als American Indian oder Alaska Native.
  • Dazu kommen 60,2 % Weiße, 3,7 % Schwarze und 7,3 % Latinos sowie zahlreiche Menschen, die mehr als einer Ethnie angehören.

Neben Englisch werden in Alaska schätzungsweise noch 20 verschiedene Sprachen der Ureinwohner gesprochen. Als Zeichen des neuen Respekts vor den ursprünglichen Bewohnern Alaskas erhielt der Mount McKinley 2015 seinen traditionellen Namen Denali zurück.

Alaska und die Wahlen

Alaska gilt seit Jahrzehnten als Bastion der Republikaner. Lediglich größere Städte wie Anchorage und Juneau stimmen mehrheitlich für die Demokraten.

Hätte John McCain 2008 die Wahlen gewonnen, wäre Sarah Palin, die Gouverneurin von Alaska, Vize-Präsidentin geworden. Bei den Wahlen 2016 sicherte sich Donald Trump 51,3 % der Stimmen, während Hillary Clinton lediglich 36,6 % erreichte.

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