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Zu Gast in Berlin

Tsipras sieht Fortschritte: Athen will Teil der Lösung sein

Berlin - Alexis Tsipras hat sich am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Er wirbt für seinen Reformkurs und präsentierte beeindruckende Überschüsse. 

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat in Berlin für Unterstützung seines Reformkurses geworben. Griechenland wolle nicht mehr als Teil der Krise, sondern als Teil der Lösung wahrgenommen werden, sagte Tsipras am Freitag vor einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Es gebe beeindruckende Überschüsse, die gesetzten Ziele würden übertroffen, meinte Tsipras. Er verwies auf Prognosen, dass die griechische Wirtschaft in diesem Jahr um 2,7 Prozent und im nächsten Jahr um 3,1 Prozent zulegen könne.

Zuletzt hatte Tsipras aber die Geldgeber irritiert, weil Athen Sonderzahlungen an bedürftige Rentner vorbereitet. Tsipras soll dies nach Angaben aus der Euro-Gruppe nicht mit den Gläubigern abgesprochen haben. Kurzfristige Schuldenerleichterungen waren deshalb auf Eis gelegt worden. Tsipras äußerte sich in Berlin nur indirekt dazu. Man sollte nun an Hilfe für diejenigen denken, die im Namen Europas und der europäischen Stabilität große Opfer gebracht hätten.

Merkel hielt sich aus der Diskussion um die Rentengeschenke heraus. Sie betonte, die Entscheidungen seien bei den Institutionen (EZB, EU, IWF) in guten Händen. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums betonte, die angeforderte Analyse, ob die Rentenzahlungen den Sparauflagen widersprechen oder nicht, solle zeitnah vorliegen. Weiter offen ist, ob sich der Internationale Währungsfonds am dritten Athen-Rettungspaket beteiligt. Dies hatte der Bundestag gefordert.

dpa

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