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Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika

Nach massiven Protesten

Massenproteste in Algerien - Demonstranten wollen Abtritt der Elite

Seit Wochen protestieren Hunderttausende Menschen in Algerien gegen Präsident Abdelaziz Bouteflika. Trotz gesundheitlicher Probleme wollte er eine fünfte Amtszeit anstreben. Jetzt ist er zurückgetreten.

Update vom 5. April 2019:

Die Massenproteste in Algerien gehen auch nach dem Rücktritt des altersschwachen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika weiter. Den siebten Freitag in Folge waren die Straßen und Plätze im Zentrum der Hauptstadt Algier überfüllt mit Demonstranten. Auch in anderen Städten protestierten die Menschen. Beobachter sprachen von Hunderttausenden. Auf Transparenten und in Sprechchören forderten sie eine Entmachtung der politischen Elite und eine „neue Republik“.

Bouteflika hatte in dieser Woche nach wochenlangen Protesten gegen ihn seinen Rücktritt erklärt. Am Mittwoch erklärte der Verfassungsrat des Landes den Posten des Staatschefs offiziell für unbesetzt. Bouteflika war 20 Jahre an der Macht, konnte dieses Amt aber nach einem Schlaganfall praktisch nicht mehr ausfüllen.

Machtwechsel in Algerien: Präsident Bouteflika reicht sofortigen Rücktritt ein

Update vom 2. April: Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika hat seinen sofortigen Rücktritt eingereicht. Der 82-jährige Staatschef habe dem algerischen Verfassungsrat mitgeteilt, dass er "am heutigen Tag" sein Amt niederlege, meldete das Staatsfernsehen am Dienstagabend. Zuvor hatte Algeriens Armeechef und Vize-Verteidigungsminister Ahmed Gaid Salah einen "unverzüglichen" Beginn des in der Verfassung vorgesehenen Amtsenthebungsverfahrens gegen Bouteflika gefordert.

Update vom 1. April: Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika hat auf die andauernden Massenproteste reagiert und seinen Rücktritt angekündigt. Er werde vor dem Ende seiner Amtszeit am 28. April sein Amt aufgeben, teilte die staatliche Nachrichtenagentur APS mit.

Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika tritt bei Wahlen nicht mehr an

Algier - Angesichts massiver Proteste in Algerien hat Präsident Abdelaziz Bouteflika überraschend angekündigt, die anstehende Präsidentschaftswahl zu verschieben. Er werde sich zudem nicht mehr für eine fünfte Amtszeit bewerben, sagte er in einer über die staatliche Nachrichtenagentur APS verbreiteten Botschaft an die Nation. Die Wahl war für den 18. April vorgesehen.

Hunderttausende Menschen hatten in den vergangenen Wochen in Algerien protestiert

„Ich habe die Entwicklungen verfolgt (...) und ich verstehe die Motivationen der zahlreichen Mitbürger, die diese Art des Ausdrucks nutzen“, sagte Bouteflika. Hunderttausende Menschen hatten in den vergangenen Wochen in Algerien protestiert.

Er werde sich daher nicht um eine fünfte Amtszeit bewerben. Eine neue Republik mit einem neuen System müsse entstehen. „Diese neue Republik und dieses neue System werden in den Händen neuer Generationen von Algerierinnen und Algeriern sein“, sagte der 82-jährige Bouteflika.

In den vergangenen drei Wochen hatte es heftige Proteste gegen Bouteflika gegeben, nachdem er angekündigt hatte, für eine fünfte Amtszeit kandidieren zu wollen. Bouteflika war erst am Sonntag von einem längeren Krankenhausaufenthalt in der Schweiz nach Algerien zurückgekehrt. Der 82-Jährige ist gesundheitlich angeschlagen und sitzt seit einem Schlaganfall im Jahr 2013 im Rollstuhl. Er trat zuletzt kaum noch in der Öffentlichkeit auf.

Auch am Montag waren im ganzen Land die Proteste gegen eine fünfte Amtszeit fortgesetzt worden.

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Regierungsumbildung in Algerien: Premierminister tritt zurück

Algeriens Premierminister Ahmed Ouyahia hat seinen Rücktritt eingereicht. Sein Amt übernehme der bisherige Innenminister Noureddine Bedoui, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur APS am Montagabend. Zuvor hatte Präsident Abdelaziz Bouteflika nach heftigen Massenprotesten angekündigt, die anstehenden Wahlen zu verschieben.

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dpa

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