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Die Silvesternacht in Köln bringt Alice Schwarzer erneut in Rage.

Dom wieder Silvester-Treffpunkt für Nordafrikaner

Alice Schwarzer zu Köln: „Brutalisierte und islamisierte Männer“

Köln/München - Erneut strömten offenbar viele Nordafrikaner an Silvester an den Kölner Dom. Die Polizei warnt, die Situation hätte schnell wieder kippen können. Alice Schwarzer wittert gar eine Verschwörung der jungen Männer.

Die Menschen lieben Scheindiskussionen, weshalb in der ganzen Debatte um den Polizeiausdruck „Nafris“, für nordafrikanische Intensivtäter, das Wesentliche aus dem Blickwinkel verschwand: Auch dieses Jahr „feierten“ wieder enorm viele Nordafrikaner am Kölner Dom Silvester.

Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies hatte bereits auf einer Pressekonferenz am Montag erklärt: „Wären nicht so viele Beamte im Einsatz gewesen, dann hätte die Situation wie vor einem Jahr kippen können.“

Wieder rund 2000 „fahndungsrelevante Personen“

An Silvester 2015/2016 begrapschten und beklauten mehr als tausend offensichtlich überwiegend aus Nordafrika stammende Männer feiernde Frauen. Die Polizei war damals völlig überfordert. Man hatte die Lage falsch eingeschätzt. 

Das sollte beim Jahreswechsel 2016/17 unbedingt verhindert werden. Vorsorglich waren deshalb 1500 Beamte im Einsatz, plus zwei bereitstehende Hundertschaften. Dennoch ist auch diesmal wieder von mittlerweile rund 2000 „fahndungsrelevanten Personen“ die Rede.

Nordafrikaner „demütigen“ andere Männer

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer dachte schon nach der Silvesternacht im Vorjahr an einen politischen Akt. Nun wird sie in der FAZ abermals deutlich: „Dieselbe Sorte Mann wie vor einem Jahr legte es darauf an, in Köln auf ihre Art zu ‚feiern‘. Es handelt sich um entwurzelte, brutalisierte und islamisierte junge Männer vorwiegend aus Algerien und Marokko.“ 

Sie glaubt, wäre die Polizei diesmal nicht von Anfang an konsequent eingeschritten, wären wieder Hunderte Frauen mit sexueller Gewalt aus dem öffentlichen Raum verjagt „und die ‚hilflosen‘ Männer an ihrer Seite wären wieder gedemütigt worden“.

Schwarzer und CDU-Mann einig: Ging um „Machtprobe“ mit Polizei

2015 sei es ihrer Meinung nach darum gegangen, „es den westlichen ‚Schlampen‘ und deren Männern, diesen europäischen ,Schlappschwänzen‘, mal richtig zu zeigen“. Und diesmal? „Das war eine Machtprobe. Denn diesen erneut angereisten Männern muss ja klargewesen sein, dass sie diesmal auf polizeilichen Widerstand stoßen würden“, sagte Schwarzer dem Blatt weiter.

CDU-Innenexperte Armin Schuster sah es am Dienstag im ZDF ähnlich. Er sprach ebenfalls von einer „Machtprobe“ der jungen Männer. Es sei den Migranten darum gegangen, herauszufinden, ob der Staat wehrhaft sei.

Hatten sich die jungen Männer verabredet?

Schwarzer allerdings geht noch weiter: Man habe es hier mit einer Art Terrorismus zu tun. „Nur in diesem Fall nicht mit der Kalaschnikow oder einem Lastwagen, sondern mit Händen und Fäusten“, so die 74-Jährige.

Polizeipräsident Mathies kann sich die Vorfälle nicht erklären, setzte nun eine Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung ein. „Ich möchte versuchen festzustellen, warum unter anderem so viele junge Nordafrikaner auch zu Silvester 2016 nach Köln gekommen sind und warum sie nahezu zeitgleich aus dem Bundesgebiet am Hauptbahnhof eintrafen.“ Auch mögliche Verbindungen zwischen den Gruppen und ob sie sich verabredet hatten, wolle er prüfen.

So könnte eine ernsthafte Debatte vielleicht doch bald die Scheindisskussion ablösen.

mke

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