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Klagt gegen Facebook: Alice Weidel (AfD).

Rechtsstreit mit Internet-Gigant

Alice Weidel gegen Facebook: Das sagt das Hamburger Landgericht

Das Hamburger Landgericht hat sich am Freitag zu einem Rechtsstreit zwischen dem sozialen Netzwerk Facebook und der AfD-Politikerin Alice Weidel geäußert.

Hamburg - Durch einen beleidigenden Kommentar eines Nutzers auf Facebook sind die Rechte der AfD-Politikerin Alice Weidel nach Ansicht des Hamburger Landgerichts eindeutig verletzt worden. Dennoch sei das Posting auch nach einer Abmahnung von ihrem Anwalt Joachim Steinhöfel über einen sogenannten VPN-Tunnel zu einem Server im Ausland noch sichtbar gewesen, stellte das Gericht in einer Verhandlung am Freitag fest. Die Pressekammer des Landgerichts will nun am Montag (30.4.) entscheiden, ob es eine einstweilige Verfügung gegen das soziale Netzwerk erlässt. Wenn ja, müsste Facebook auch diesen technischen Weg für Nutzer in Deutschland blockieren.

Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion war unter anderem als „Nazi Drecksau“ beschimpft worden, weil sie sich laut einem Medienbericht angeblich gegen die Homosexuellen-Ehe ausgesprochen hatte. Der Vertreter von Facebook, Rechtsanwalt Martin Munz, bezeichnete den Kommentar gegen Weidel als „geschmacklos“. Er erklärte, er habe das Posting inzwischen auch über einen VPN-Tunnel nicht mehr abrufen können. Der Anwalt machte zugleich auf die Gefahr für die Meinungsfreiheit aufmerksam, wenn Facebook in einem Land geltende Rechtsentscheidungen weltweit umsetze. „Facebook ist nicht der Superrichter“, sagte Munz.

Lesen Sie auch: Darum will die AfD das BAMF auflösen

dpa

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