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Gemeinsam im Bierzelt: Angela Merkel (r.) und Horst Seehofer auf der Truderinger Festwoche.

Truderinger Festwoche

Seehofer gemeinsam mit Merkel im Bierzelt: “Es läuft sehr gut“

Heute absolvieren Seehofer und Merkel einen Wahlkampfauftritt auf der Truderinger Festwoche. Nach langen Zeiten der Querelen herrscht zwischen dem CSU-Chef und Merkel inzwischen ein Burgfrieden. Doch die Kanzlerin überraschte mit einer anderen Aussage.

München - Vier Monate vor der Bundestagswahl hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die enge Zusammenarbeit mit CSU-Chef Horst Seehofer betont. „Wir arbeiten für die Menschen in Deutschland, für die Sicherheit der Menschen und für den Wohlstand der Menschen“, sagte Merkel am Sonntag bei einem gemeinsamen Bierzelt-Auftritt mit Seehofer in München. CDU und CSU wollten am 24. September gemeinsam wieder stärkste Kraft werden, man wolle „keine Experimente“ wie Rot-Rot-Grün.

Seehofer sagte über sein Verhältnis zur Kanzlerin, das in den Monaten der Flüchtlingskrise massiv gelitten hatte: „Es läuft sehr gut.“ Man werde „gemeinsam diesen Wahlkampf bestreiten“. Der Auftritt war eigentlich schon für Dienstagabend geplant gewesen, er wurde dann aber wegen des Anschlags von Manchester verschoben.

Merkel: USA ist kein verlässlicher Partner mehr

Die Kanzlerin überraschte bei ihrer Bierzeltrede allerdings mit der Aussage, dass sich nach dem enttäuschenden G7-Gipfel nicht mehr auf die USA als Partner verlassen wolle. „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt", so Merkel. Und weiter: "Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen."

Barley: Erinnert an das Comeback von Modern Talking

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley glaubt indes nicht an einen echten Frieden zwischen der Kanzlerin und dem CSU-Chef: „Mich erinnern diese Versöhnungstreffen von Merkel und Seehofer an das Comeback von Modern Talking: Die waren auch komplett zerstritten und haben das übertüncht, um weiter Platten zu verkaufen“, so Barley am Sonntag.

dpa

 

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