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Donald Trump liebt machtvolle Worte - auch über Twitter.

Militärschlag befürchtet

Als Donald Trump diesen Tweet sendet, bekommt das Pentagon Angst

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Um der Welt seinen neuesten Plan mitzuteilen, brauchte US-Präsident Trump drei Tweets. Der erste versetzte das Pentagon neun lange Minuten in Alarmbereitschaft.

US-Präsident Donald Trump hat es mal wieder getan: Er hat sich direkt ans Volk gewendet, und zwar über sein Lieblingsmedium Twitter. Dass der Präsident über dieses Internet-Netzwerk liebend gern seine Ansichten und Entscheidungen verkündet, ist bekannt, und hat schon des Öfteren für Verwirrung gesorgt.

Diesmal aber versetzte einer seiner Tweets sogar das US-Verteidigungsministerium in Alarmbereitschaft. Denn: 140 Zeichen reichten dem Präsidenten nicht aus, um seinen neuesten Plan zu verkünden. Deswegen zerhäckselte er seine Botschaft in drei Tweets, die er innerhalb von 13 Minuten ins World Wide Web sendete.

Die erste Nachricht ließ Raum für Phantasie

Das machte einige im US-Verteidigungsministerium laut der Nachrichtenseite BuzzFeed ganz schön nervös. Denn was Trump in seinem ersten 140-Zeichen-Nachricht schrieb, konnte vieles bedeuten: „Nach Beratungen mit meinen Generälen und Militärexperten möchte ich darüber informieren, dass die Regierung der Vereinigten Staaten nicht mehr akzeptiert oder erlaubt...“ Damit endete die Nachricht.

Darauf folgten neun lange Minuten, in denen Trump die Welt im Ungewissen ließ, was genau er nicht länger akzeptieren wolle.  „Im Pentagon schürte der erste der drei Tweets Ängste, dass der Präsident gleich einen Militärschlag auf Nordkorea oder eine andere militärische Aktion ankündigt“, schreibt BuzzFeed. „Viele sagten, dass sie neun Minuten unter Höchstspannung standen, der Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Tweet.“ Offenbar habe nur Verteidigungsminister James Mattis von Trumps Vorhaben gewusst, dieser sei aber zu der Zeit im Urlaub gewesen.

Nach neun Minuten lüftete Trump das Geheimnis

Nach neun Minuten Anspannung löste Trump dann das Rätsel mit seinen folgenden beiden Tweets auf: Er wolle nicht länger akzeptieren, dass Transgender im Militär dienen, schrieb er. Das Militär müsse sich auf den "entscheidenden und überwältigenden Sieg" konzentrieren und könne nicht mit den "enormen medizinischen Kosten" belastet werden, die mit dem Dienst von Transgendern einhergingen, fügte er hinzu. 

Für seine Entscheidung erntet der Präsident viel Kritik, auch aus seiner eigenen Partei. Dennoch waren wohl einige im Pentagon erleichtert, dass es letztendlich darum ging - und nicht um einen neuen Krieg. Denn dass der Präsident sogar einen Militärschlag via Twitter verkündet, traut ihm anscheinend selbst das Verteidigungsministerium zu.

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