Brexit-Verhandlungen fast am Ziel - Kabinett billigt Entwurf für Abkommen mit EU

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Frank Plasberg hatte am Montag für die Zuschauer ein „Geständnis“ parat

„Hart aber fair“

„Ersatz für gewisse Gerätschaften“? Plasberg macht ein Auto-Geständnis

Eigentlich sollte im Ersten über das Problemkind Auto debattiert werden. Am Ende kam aber nur eines rum: Ein ziemlich dickes Geständnis von Moderator Frank Plasberg.

Köln - Abgasskandale aller Orten, Ärger um von Autokonzernen gegengelesene Regierungserklärungen, drohende Fahrverbote und Koalitionszwist um den fahrbaren Untersatz... das Auto und seine Hersteller sind auch in Deutschland zum Dauer-Zankapfel mutiert. Grund genug für das Erste, das Thema mal ganz oben auf die Talkshow-Agenda zu setzen. Nur: So recht aufs Wesentliche wollte die Diskussion bei „Hart aber fair“ am Montag nicht. Vielleicht ja, weil der Moderator ein wenig befangen war...

Denn am Ende war es Diskussionsleiter Frank Plasberg, der im Mittelpunkt stand. Der 60-Jährige hatte nämlich ein Autogeständnis parat - das irgendwie ins Schlüpfrige abzugleiten drohte.

Plasberg: „Ich werde ihnen keine Zentimeter-Angabe geben“

Angestoßen hatte den eher unpolitisch-skurrilen TV-Moment der österreichische Kabarettist Werner Schneyder. Er geißelte das Auto als Statussymbol - und in Anlehnung an ein altes Klischee als Kompensationsmittel für den einen oder anderen in seinem physischen Selbstwertgefühl schwächelnden Mann: Man sage ja, „dass das Auto eine gewisse Gerätschaft am Körper ersetzt“, erklärte Schneyder.

Da musste Plasberg intervenieren. „An dieser Stelle muss ich sagen, ich fahre einen BMW-X5. Das ist ein SUV, und kein kleiner“, sagte er. Bei den Gründen für die Wahl des Modells ins Detail zu gehen, fiel dem TV-Mann dann schon schwerer. 

Immerhin: „Ich werde ihnen keine Zentimeter-Angabe geben", stellte Plasberg scherzend klar. Nach kurzem Nachdenken fielen ihm dann auch noch mehr oder minder unverfängliche und stichhaltige Argumente für seine Wahl ein. Kind und - demnächst - ein Hund müssten transportiert werden. Ein Kombi könnte diesen Job freilich auch erledigen.

Twitter-User sehen größere Probleme als Plasbergs SUV

Weitere erhellende Moment fehlten im Streit unter anderem zwischen Auto-Gegner Schneyder, Lobbyist Matthias Wissmann und Verkehrs-Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU) über weite Strecken. Und so blieb den Zuschauern auf Twitter nur, sich über eine gefühlte Themaverfehlung zu mokieren:

Während die einen angesichts der laufenden Klimakonferenz die globale Dimension vermissten, sahen sich die anderen als Landbewohner infrastrukturell abgehängt - und von der Runde der Großstädter nicht adäquat vertreten. Beim Thema Auto gibt es eben doch gewichtige Fragen... und Probleme, größer als Frank Plasbergs SUV.

Lesen Sie auch: Neuwagen verbrauchen 42 Prozent mehr Sprit als im Testbetrieb

mm/tz

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