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Die Alternative für Deutschland mit dem Vorsitzenden Bernd Lucke hält sich in Umfragen weiter über fünf Prozent

Keine klaren Mehrheiten

AfD laut Umfrage weiter über fünf Prozent

Berlin - Die Alternative für Deutschland kann sich in der Wählergunst weiter über der Fünf-Prozent-Hürde etablieren, während weder Union noch Rot-Rot-Grün eine eigene Mehrheit erreichen.

In der wöchentlichen Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" erzielten die AfD wie in der Vorwoche sechs Prozent. Jeweils einen Prozentpunkt abgeben mussten Union (42 Prozent) und SPD (25 Prozent). Einen Prozentpunkt zulegen konnten hingegen die FDP (vier Prozent) und die Grünen (acht Prozent). Die Linkspartei verharrte bei neun Prozent.

Damit lag Rot-Rot-Grün mit zusammen 42 Prozent gleichauf mit der Union. Emnid befragte vom 26. September bis 1. Oktober insgesamt 1849 Bundesbürger. Bei der Bundestagswahl am 22. September hatte die AfD mit 4,7 Prozent knapp den Einzug in das Parlament verpasst.

AfD-Chef Bernd Lucke streitet nach einem "Spiegel"-Bericht mit Ostverbänden über Aufnahme von Überläufern aus der rechtsgerichteten Kleinpartei "Die Freiheit". Nachdem die Rechtspopulisten ihre Klientel dazu aufgerufen hatten, massenhaft der AfD beizutreten, verkündete Lucke einen Aufnahmestopp. "Die Regel ist jetzt, dass nicht aufgenommen wird", erklärte er am vergangenen Dienstag. Doch viele ostdeutsche Landesverbände, in deren Reihen bereits Ex-Freiheit-Mitglieder aktiv sind, wollen sich offenbar nicht an Luckes Vorgabe halten.

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"Wir werden ehemalige Mitglieder der 'Freiheit' nicht generell als rechtspopulistisch abqualifizieren", sagt Frauke Petry, Sprecherin der AfD Sachsen und Mitglied im Bundesvorstand, dem "Spiegel". "Ein pauschaler Aufnahmestopp kann nicht ohne parteiinterne Diskussion verhängt werden." Luckes Beschluss sei im Bundesvorstand nicht abgesprochen gewesen. Er habe auch nicht die Befugnis, unteren Parteigliederungen Vorgaben zu machen.

Auch der Brandenburger AfD-Vorstand Alexander Gauland zeigte sich "nicht glücklich über die etwas überspitzte Mitteilung Luckes". Sein Verband werde die Aufnahmeanträge von "Freiheit"-Überläufern weiter prüfen, sagte er dem "Spiegel". Dies kündigte auch der thüringische AfD-Sprecher Matthias Wohlfarth an: Das Programm der "Freiheit" stimme "in vielen Punkten mit dem der AfD überein". Speziell beim Thema Islamkritik dürfe es "keine Denkverbote" geben, sagte Wohlfahrt dem Magazin.

afp

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