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Dieter Althaus, CDU, erklärt, warum er im September von seinem Amt als Ministerpräsident in Thüringen zurück getreten ist.

Althaus: Rücktritt für Koalition nötig

Erfurt - Thüringens bisheriger CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus hat erstmals öffentlich zu seinem abrupten Rücktritt nach der Landtagswahl Stellung genommen.

Er habe sich dazu entschieden, um eine Koalition mit der SPD zu ermöglichen, sagte Althaus am Sonntag in Erfurt auf dem CDU-Parteitag zum Koalitionsvertrag. “Ich war das Haupthindernis, um einen Weg zu einer großen Koalition zu gehen.“ Nach der Solidarität, die ihm seine Partei nach dem schweren Skiunfall zu Jahresbeginn erwiesen habe, habe er sich in der Pflicht gesehen, so zu handeln.

Althaus hatte Anfang September nur eine Mitteilung verschickt, dass er als Regierungs- und Parteichef zurücktritt. Selbst Regierungsmitglieder und CDU-Vorstand wurden davon überrascht. Der 51-Jährige bat jene in seiner Partei um Verständnis und Verzeihung, die er mit seinem wortlosen Abgang enttäuscht und irritiert habe. Sie hätten zurecht erwartet, dass er mit ihnen darüber spreche. Althaus dankte der Verhandlungsgruppe mit seiner designierten Nachfolgerin Christine Lieberknecht und warb um Zustimmung für den Regierungsvertrag mit der SPD. Er kündigte an, dass er sich nach diesem für ihn “existenziellem Jahr“ weiterhin für Thüringen einsetzen werde.

dpa

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