Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schroeder bestellt im Jahr 2003 bei einem Hoffest der SPD in Berlin eine Currywurst.
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Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schroeder bestellt im Jahr 2003 eine Currywurst.

Neuerung bei Volkswagen

Altkanzler Schröder geht wegen VW-Kantinen-Neuerung an die Decke: „Wenn ich noch im Aufsichtsrat säße, ...“

Die Empörung bei dem SPD-Politiker und Ex-VW-Aufsichtsratmitglied ist groß: Keine Currywurst mehr? Dabei sei die doch der „Kraftriegel“ der Mitarbeiter.

Wolfsburg - „Wenn ich noch im Aufsichtsrat von #VW säße, hätte es so etwas nicht gegeben“: Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder ärgert sich über das Aus für die kultige VW-Currywurst in einer der VW-Kantinen. „Currywurst mit Pommes ist einer der Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion. Das soll so bleiben“, schrieb der SPD-Politiker am Dienstag auf Linkedin weiter.

„Vegetarische Ernährung ist gut, ich selbst mache das phasenweise auch. Aber grundsätzlich keine Currywurst? Nein!“, machte Schröder klar und fragte, ob die Beschäftigten das wirklich wollten.

Altkanzler Schröder fordert 64.000 Follower auf: #rettetdieCurrywurst

In Hannover gebe es ebenso wie in Berlin „exzellente Currywürste“, so Schröder weiter. „Darauf will ich nicht verzichten, und ich denke: viele andere wollen das in ihren Betriebskantinen auch nicht.“ Dazu setzte er den Hashtag „#rettetdieCurrywurst“. Dem Altkanzler, der niedersächsischer Ministerpräsident von 1990 bis 1998 und Vertreter des Landes im Aufsichtsrat von Volkswagen (VW) war, folgen auf Linkedin rund 64.000 User.

Das Betriebsrestaurant im VW-Markenhochhaus in Wolfsburg soll nach dem Werksurlaub fleischfrei sein. In der Kantine wenige Meter entfernt auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird es die berühmte Wurst aber weiterhin geben. Viele Mitarbeiter wünschten sich vegetarische und vegane Alternativen, hieß es in einem internen Info-Schreiben. Zuletzt gab es im Vor-Corona-Jahr 2019 rund 7 Millionen Currywürste aus der VW-Fleischerei, dazu kamen mehr als 550 Tonnen Ketchup, wie ein Sprecher sagte. Aktuell seien aber noch viele Betriebsrestaurants beim Autobauer geschlossen.

Wenige Tage später sorgt die VW-Betriebskantine nach dem skurrilen Currywurst-Eklat für weitere Schlagzeilen: Das Essen soll künftig per Roboter an den Arbeitsplatz gelangen. (dpa/frs)

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