Altkanzler Schmidt: Schneiderhan zu früh entlassen

Hamburg - Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) hat die Entlassung von Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und Verteidigungsstaatssekretär Peter Wichert als verfrüht bezeichnet.

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“Das war ein bisschen sehr schnell. Das wird sich noch herausstellen“, sagte der frühere Verteidigungsminister am Freitag in Hamburg bei einem Wirtschaftsforum der Wochenzeitung “Die Zeit“. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte beide am Donnerstag wegen der Affäre um die Informationspolitik über den von einem deutschen Oberst angeordneten Luftangriff in Afghanistan von ihren Ämtern entbunden. Bei dem Angriff waren am 4. September bis zu 142 Menschen bei Kundus getötet worden - darunter auch Zivilisten. Guttenbergs Vorgänger Franz Josef Jung (CDU) hatte zivile Opfer zunächst dementiert und auch in den Wochen danach nie öffentlich eingestanden. Mit Blick auf den mit Rücktrittsforderungen konfrontierten heutigen Arbeitsminister Jung sagte Schmidt: “Wir erleben gerade einen Fall, wo (...) ein Minister sein Ministerium nicht im Griff gehabt hat.“

Der blutige Angriff in Kundus

Der blutige Angriff in Kundus

dpa

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