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Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU)

Eindringlicher Appell

Altmaier fordert globale Energiewende

Doha - Bundesumweltminister Peter Altmaier hat an die 194 Teilnehmerstaaten der UN-Klimakonferenz eindringlich appelliert, sich stärker im Kampf gegen die Erderwärmung zu engagieren.

„Deutschland ist ernsthaft besorgt, die Begrenzung auf zwei Grad zu schaffen“, sagte Altmaier am Donnerstag in Katars Hauptstadt Doha. „Wenn wir nicht handeln, werden einige von uns hier in diesem Raum bald wegen eines steigenden Meeresspiegels ihre Häuser verlieren.“

Altmaier schlug einen weltweiten Umbau der Energiewirtschaft hin zu mehr erneuerbaren Energien vor. Klimaschutz sei kein Wachstumsverhinderer. So habe Deutschland trotz Wachstums eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 26 Prozent geschafft. Besonders stellte er die Energiewende in den Fokus: „Die Energiewende bedeutet maximalen Klimaschutz und maximale Wettbewerbsfähigkeit zugleich.“

Der Umweltminister nannte die bisherigen Fortschritte in Doha unbefriedigend. Er betonte, nachhaltiger Klimaschutz „ist die Schlüsselaufgabe unserer Generation“. Altmaier kritisierte, dass zu viele zu stark nur in nationalen Kategorien beim Klimaschutz denken würden.

Energiewende: Diese Probleme sind noch zu lösen

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Der Minister bekräftigte vor dem Plenum, dass Deutschland seine Klimaschutzhilfen für besonders betroffene Länder 2013 um 400 Millionen auf 1,8 Milliarden Euro erhöhen wolle. Umweltschützer vom Naturschutzbund Deutschland und Greenpeace kritisierten, dass er in der Rede nicht auf höhere Klimaschutzziele der EU einging. Altmaier wollte sich in Doha für die Anhebung des CO2-Minderungszieles bis 2020 auf 30 Prozent einsetzen. Bisher sind es 20 Prozent, der Wert ist schon fast erreicht. Besonders Polen blockiert das 30-Prozent-Ziel.

dpa

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