Vertraute in der Bundesregierung: Kanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Peter Altmaier.
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Vertraute in der Bundesregierung: Kanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

Trendwende angekündigt

Merkel-Vertrauter Altmaier nennt Mega-Summe zu Corona-Wirtschaftshilfen in Deutschland

  • Patrick Mayer
    VonPatrick Mayer
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Die Corona-Wirtschaftshilfen erreichen in Deutschland eine spektakuläre Zwischensumme. Peter Altmaier, Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel, hat aber auch eine gute Nachricht.

München/Berlin - „Seit März 2020 sind bis heute rund 100 Milliarden Euro an Corona-Wirtschaftshilfen geflossen.“ Das erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an diesem Montag (10. Mai) zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland.

Der Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gab damit ein bemerkenswertes Update zu den staatlichen Hilfen in der Covid-19-Krise. Nach Angaben seines Ministeriums wurden bis einschließlich Montag Hilfen in Höhe von insgesamt 99,97 Milliarden Euro bewilligt und außerdem rund 30 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld.

Corona-Wirtschaftshilfen in Deutschland: Bisher 100 Milliarden Euro in der Coronavirus-Pandemie

Zur Einordnung: Die November-, Dezember- und Überbrückungshilfen um den Jahreswechsel herum, die Soforthilfen im Frühjahr 2020, KfW-Kredite - alle diese Posten fallen unter die Wirtschaftshilfen des deutschen Staates in der Coronavirus-Pandemie.

„Spätestens 2022 haben wir wieder alte Stärke erreicht.“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)

Diese gingen etwa an die Gastronomie, die im zweiten Lockdown zum Beispiel in Bayern von Anfang November bis Mitte Mai geschlossen hatte, oder den ebenfalls von den Schließungen schwer betroffenen Einzelhandel.

Laut Ministerium entfällt der größte Anteil auf die KfW-Kredite mit rund 50,5 Milliarden Euro, an Zuschüssen etwa für die Überbrückungshilfen wurden bislang insgesamt rund 36 Milliarden Euro ausgezahlt. Eine ordentliche Herausforderung für die deutsche Wirtschaft - und die Steuerzahler in der Bundesrepublik. Doch: Regierungsmitglied Altmaier hatte auch eine gute Nachricht parat, in Zeiten, in denen Deutschland auch bei den Corona-Impfungen vorankommt.

Corona-Wirtschaftshilfen in Deutschland: Bundesregierung rechnet mit Stabilisierung in 2022

So würden die Wirtschaftshilfen dazu beitragen, „dass wir in diesem Jahr die Trendwende schaffen“, meinte der 62-jährige Saarländer mit Blick auf die deutsche Wirtschaft: „Spätestens 2022 haben wir wieder alte Stärke erreicht.“ So rechnet die Bundesregierung für 2021 bereits mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent.

Wie Altmaier laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) erklärte, hätten die Hilfen die Wirtschaft „in schwerer Zeit stabilisiert“, Arbeitsplätze gesichert und die Substanz der Wirtschaft erhalten. Seit Mitte Mai treten in der Corona-Krise in Deutschland Lockerungen in Kraft, die Branchen wie die Gastronomie wieder stabilisieren sollen. (pm)

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