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Habeck gegen Lindner: Zoff um Ampel-Posten - jetzt schreitet Baerbock ein

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Von: Richard Strobl

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Zwischen Grünen und FDP droht ein Streit um das Finanzministerium. Jetzt hat sich Annalena Baerbock zu dem Habeck-Lindner-Duell geäußert.

Berlin - Nach den Sondierungen starten nun die großen Koalitions-Verhandlungen der Ampel-Parteien. SPD, FDP und Grüne werden hier in 22 Arbeitskreisen an Details eines möglichen Regierungsbündnisses feilschen. Dabei soll es nach Aussagen der Parteien zunächst um inhaltliche Annäherungen gehen. Doch auch die Personaldebatten muss man irgendwann angehen. Bei der Dreierkonstellation wird dabei vor allem ein Duell spannend.

Ampel-Krach ums Finanzministerium? Baerbock äußert sich zum Streit-Ressort

Annalena Baerbock spricht nach Sondierungsgesprächen von FDP und Grünen. Im Hintergrund stehen Robert Habeck und Christian Lindner.
Annalena Baerbock spricht nach Sondierungsgesprächen von FDP und Grünen. Im Hintergrund stehen Robert Habeck (l.) und Christian Lindner. © Kay Nietfeld/dpa

Sowohl Robert Habeck als auch Christian Lindner würden gerne das Finanzministerium in einer möglichen Ampel-Koalition besetzen. Schon im Vorfeld der Bundestagswahl hatten sich beide dafür in Position gebracht. Kürzlich sprach sich der FDP-Chef zwar selbst gegen öffentliche Debatten um Ministerien und deren Besetzung aus, signalisierte aber dennoch sein Interesse am Finanz-Posten, Habeck konterte verärgert: Das sei „nicht hilfreich“.

Ein Habeck-Lindner-Duell also?

Jetzt hat sich zumindest auch Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock zum Thema geäußert. Die Finanzpolitik sei, „eine entscheidende Aufgabe für die nächste Bundesregierung“, sagte sie der waz. Das klingt zunächst weiter danach, dass die Grünen das Ministerium gerne besetzen wollen, um etwa ihre Klimaziele voranbringen zu können.

Doch die Kanzler-Kandidatin schob schnell nach: „Aber wir werden nicht zu den großen inhaltlichen Entscheidungen kommen, wenn sie jetzt überlagert werden von Personaldebatten.“ Und damit ist die Tür dann wieder ganz weit auf für Lindner und die FDP.

Zank um Schlüssel-Ministerium: Baerbock lässt sich kurz in die Karten blicken

Nach dem Hinweis, dass Lindner sich für den Posten erneut positioniert habe, antwortet Baerbock zunächst: „Wir haben vereinbart, über die Personalzuordnung zu einem späteren Zeitpunkt zu sprechen.“ Eine endgültige Absprache mit der FDP gibt es also offenbar weiterhin nicht.

Und was ist mit Habeck? Zuletzt hatte es geheißen, dass der Grünen-Co-Chef möglicherweise den Posten des Vizekanzlers übernehmen könnte. Baerbock antwortet dem Blatt ausweichend: „Wir haben diese Frage gemeinsam geklärt, und zwar im Vertrauen. Mehr ist an dieser Stelle nicht zu sagen.“

Damit scheint zumindest klar, dass die Grünen intern schon eine Absprache getroffen haben, welchen Posten Robert Habeck übernehmen könnte. Zuletzt war gemunkelt worden, dass er auch ins Innenministerium einziehen könnte. (rjs)

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