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Ampel-Koalition: Lindner als Finanzminister? Offenbar vorläufige Ressortverteilung durchgesickert

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Den Koalitionsvertrag wollen die Ampel-Parteien kommende Woche vorlegen. Doch nun sickerte bereits die mutmaßlich vorläufige Verteilung der Ministerposten durch.

Berlin - Die Ampel-Parteien FDP, die Grünen und SPD stehen seit der Bundestagswahl in Verhandlungen für eine künftige Regierung. Dabei gilt es inhaltliche Fragen zu klären. Schon kommende Woche wollen die Parteien den Koalitionsvertrag vorlegen, dann könnten auch offiziell Personalfragen geklärt werden. Intern scheint jedoch schon eine Wunschliste für die Ministerposten festzustehen. Focus Online will nun Einblick in den aktuellen Stand der Verhandlungen erhalten haben.

Vorläufiger Stand: So will die Ampel die Ministerposten verteilen

Annalena Baerbock soll demnach Außenministerin werden. Das geht aus den internen Informationen aus Ampel-Kreisen hervor, die dem Focus Online vorliegen. Sie steht für enge, transatlantische Zusammenarbeit und eine starke Position der EU gegenüber China. Robert Habeck war während der Verhandlungen der Ampel-Koalition zeitweise als Innenminister im Gespräch. Er selbst hatte betont, sich den traditionell CDU-geführten Posten durchaus zuzutrauen. Doch laut der nun durchgestoßenen Interna sehen die Ampel-Parteien für ihn die Position des „Superministers“ vor. Damit wäre er nicht nur Wirtschaftsminister, sondern zugleich auch für das den Grünen so wichtige Thema Klima verantwortlich. Die Grünen hatten bereits im Wahlkampf angekündigt, ein Klimaministerium mit Vetorecht schaffen zu wollen.

Zeitweise waren sowohl Robert Habeck, als auch Christian Lindner im Gespräch für den Posten des Finanzministers. Nun soll sich Lindner der vorläufigen Ressortaufteilung zufolge durchgesetzt haben. Im Vorfeld hatte der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz und sein Kollege Adam Tooze vor Lindner als Finanzminister gewarnt. Seine Politik und sein Wirtschaftsverständnis seien nicht zeitgemäß, Lindner „vertrete Klischees der Neunzigerjahre“, so die Wissenschaftler.

Ampel-Koalition: Überraschung im Bundesministerium des Innern

Eigentlich hatte sie ihren Rückzug aus dem Bundestag angekündigt, doch in der neuen Bundesregierung soll sie nun einen wichtigen Posten belegen: Die aktuelle Justizministerin und geschäftsführende Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht soll künftig Innenministerin werden. Die 56-jährige Rechtsanwältin ist seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestags. Das Innenministerium gilt als drittwichtigster Posten in der Bundesregierung. Während der Corona-Pandemie stieg die Bedeutung des Ressorts.

Der Bundesminister des Innern befasst sich unter anderem mit Themen wie Migration oder Sicherheit, die traditionellerweise für die Grünen schwierig sind. Entsprechend ergibt es Sinn, den Posten einer SPD-Politikerin anzuvertrauen. Das Innenministerium lag bisher nur einmal in der Hand der SPD – sofern man von der 14-tägigen Amtszeit von Jürgen Schmude absieht. Otto Schily hatte von 1998 bis 2005 das Amt des Bundesinnenministers inne.

So könnte die neue Bundesregierung aussehen

Die gesamte vorläufige Liste laut Focus Online-Informationen:

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