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Nach der möglichen Blitz-Ampel: Baerbock, Habeck, Lindner, Lauterbach - wer Chancen auf Ministerposten hat

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Von: Kathrin Reikowski

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Ampel-Sondierungen starten am Donnerstag: Christian Lindner (FDP), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) - Archivbild vom Juni 2021. © Kay Nietfeld/dpa/dpa-Bildfunkg

Fallen die weiteren Sondierungen zwischen SPD, Grünen und FDP positiv aus, müssen Ministerposten vergeben werden. Baerbock, Habeck, Lindner, Heil und Lauterbach rechnen sich Chancen aus.

Berlin - Nach den Vorsondierungen aus Zweierteams von SPD, Grünen und FDP starten am Donnerstag erste Gespräche zu einer Regierungsbildung zwischen allen drei Parteien. „Morgen geht´s los“, hatte Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD am Mittwoch gesagt.

Weniger als zwei Wochen nach der Bundestagswahl rückt damit eine neue Regierung unter Scholz in greifbare Nähe. Kommt diese Blitz-Ampel, wie die mögliche Koalition bereits genannt wird, tatsächlich, dann steht als nächstes die Frage um die möglichen Ministerämter im Raum. Bekommt die FDP das Finanzministerium? Was - außer dem wohl gesetzten Umweltministerium - wird den Grünen zugeschlagen? Und wird die SPD weiterhin das Arbeitsministerium und das Außenministerium leiten? Die Presseagentur AFP wirft einen Blick in die Zukunft.

Kommt die Ampel-Koalition? Das sind die möglichen Minister aus der SPD

Da der bisherige Bundesfinanzminister Olaf Scholz ins Kanzleramt einziehen würde, wird das Finanzministerium frei - aber wohl nicht an einen SPD-Nachfolger vergeben. Bei der SPD rechnet man dem 48-jährigen Arbeitsminister Hubertus Heil Chancen zu, sein Amt zu behalten. Er kann unter anderem die Einführung der Grundrente als Erfolg für sich verbuchen.

Heiko Maas erhielt als Außenminister immer wieder Kritik - denkbar wäre, dass er erneut das Justizministerium, oder aber auch das Innenministerium übernimmt. In das Gesundheitsministerium könnte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach einziehen. Vorstellbar für ihn wäre aber auch das Forschungsministerium.

Als SPD-Wahlkampfleiter hat sich Lars Klingbeil einen Namen gemacht. Es wird spekuliert, ob er mit dem Verteidigungsministerium belohnt werden könnte, da er im entsprechenden Bundestagsausschuss saß. Für das Entwicklungshilfeministerium könnte der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich ins Gespräch kommen. Ihm traut man aber auch zu, das Amt des Bundestagspräsidenten zu übernehmen.

Doch auch die Frauen in der SPD drängen in Ministerämter: Für SPD-Chefin Saskia Esken werden das Bildungs- oder Digitalministerium gehandelt. Stefanie Hubig, rheinland-pfälzische Bildungsministerin hat sich als Chefin der Kultusministerkonferenz in der Corona-Pandemie einen Namen gemacht und könnte sowohl das Bildungs- als auch das Justizministerium übernehmen. Und auch die bereits als Justiz- und Familienministerin tätig gewesene Christine Lambrecht, klingt nach der Wahl nicht mehr so, als würde sie der Politik den Rücken kehren wollen. Auch Katarina Barley könnte zurück nach Berlin kommen - und etwa das Familienministerium übernehmen.

Die Ampel und ihre Minister: Habeck, Baerbock und Özdemir haben Chancen bei den Grünen

Berichten zufolge hat der Grünen-Parteichef Robert Habeck ein Auge auf das Innenministerium geworfen. Für das den Grünen besonders wichtige Umweltministerium könnte Annalena Baerbock, ehemalige Kanzlerkandidatin und Co-Vorsitzende, in Frage kommen. Als Völkerrechtlerin wäre sie auch eine Kandidatin für das Auswärtige Amt.

Fraktionschefin Katrin-Göring-Eckardt könnte indes Familienministerin, oder aber auch Bundespräsidentin werden. Mit Anton Hofreiter und Cem Özdemir scheinen sich zwei weitere Männer Chancen auf Ministerposten auszurechnen. Hofreiter könnte das Ministerium für Ernährung, oder aber auch für Verkehr übernehmen. Und Özdemir werden Ambitionen auf das Auswärtige Amt nachgesagt. Infrage kommt er aber ebenso für das Verkehrsministerium, weil er zuletzt den entsprechenden Bundestagsausschuss leitete.

Koalition mit SPD und Grünen: Dieses FDP-Personal hat Chancen auf ein Ministeramt

Beinahe scheint es so, als könnte auch in einer Ampelkoalition dem FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner keiner mehr das Finanzministerium von Olaf Scholz (SPD) streitig machen. Als Wirtschaftsminister, ebenfalls ein Schlüsselressort der FDP, wird der FDP-Generalsekretär Volker Wissing gehandelt.

Und neben Baerbock von den Grünen hat sich Alexander Graf Lambsdorff für das Auswärtige Amt ins Gespräch gebracht. Er war innerhalb der FDP bereits für Außenpolitik zuständig und ist ausgebildeter Diplomat. Die beiden FDP-Frauen Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Nicola Beer kommen ebenfalls für Ministerposten infrage. Während Strack-Zimmermann als Verteidigungspolitikerin in das Verteidigungsministerium einziehen könnte, gilt die FDP-Vizechefin und hessische Kultusministerium Beer als mögliche Anwärterin auf das Bildungsministerium.

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