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Andrea Leadsom will David Cameron nicht beerben.

Rückzug

Andrea Leadsom will nicht Camerons Nachfolgerin werden

London - Die britische Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom will nach Angaben des Senders BBC nicht zur Wahl um die Nachfolge von Premierminister David Cameron antreten.

Das kündigte die Abgeordnete am Montag an. Damit wäre der Weg für Innenministerin Theresa May frei. Beide hatten vergangene Woche angekündigt, bei einer Urwahl der Parteibasis anzutreten. May sei in der besten Position, "um den Brexit unter den bestmöglichen Bedingungen für das britische Volk umzusetzen", erklärte Leadsom.

Nach dem Brexit-Votum brauche das Land rasch eine neue, starke Führung, sagte Leadsom. „Wir brauchen so schnell wie möglich einen neuen Premierminister.“ Die Wirtschaft sowie die in Großbritannien lebenden EU-Migranten brauchten Klarheit, wie es weitergehe.

Damit könnte sich der Amtswechsel in London schneller vollziehen als zunächst geplant, meinte der Sender BBC. Allederdings sei nicht ausgeschlossen, dass Justizminister Michael Gove doch noch seine Kandidatur anmeldet. Er hatte bei einer Vorauswahl der Kandidaten durch die Tory-Abgeordneten weniger Stimmen als May und Leadsom bekommen und war aus dem Rennen ausgeschieden.

Cameron hatte nach seiner Niederlage beimBrexit-Referendum seinen Rücktritt für September in Aussicht gestellt.

dpa

Briten stimmen für Austritt aus der EU

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Kommentare

Babs RuckerAntwort
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Unter Thatcher wurde dem Neoliberalismus der Weg geebnet. Das aktuelle Abstimmungsverhalten der Briten ist den Folgen dieses Neoliberalismus geschuldet. Aber auch die Unzufriedenheit in vielen Wirtschaftsnationen rührt daher. Hier setzte Kohl erste Zeichen und Schröder riss Tor und Tür auf. Die dadurch Abgehängten sind wütend und wählen aus Protest überwiegend Populisten. Nur von denen werden sie im Ernstfall auch im Regen stehen gelassen. Bislang besehende solidarische Systeme zerfallen.

vico
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Wenn man sich die Geschichte Großbritanniens ansieht, dann kann man sprichwörtlich das kalte Grausen in Bezug auf die Epigonen wirklich großer Vorgänger bekommen, wie hin Churchill, und auch noch Fr.Thatcher. Die hatten ein Ziel und eine feste Hand. Was sich nun in die Büsche schlägt, das waren Zocker, die mit dem Angerichteten nichts mehr zu tun haben wollen, werden doch die Verhandlungen über den Austritt, egal wie, alles andere als leicht und das ist nichts für solche Leute.
Das einst so glänzende Land geht unaufhörlich seinen Weg in die Mittelmässigkeit weiter, wo die meisten Staaten Europas sich ohnehin schon befinden.

ichsachmal
(2)(0)

das sind sie, die typischen populistischen Hetzer... hinterher wills keiner gewesen sein und keiner die Verantwortung dafür übernehmen...., man kann nur hoffen dass die Menschen daraus ihre Lehren ziehen