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Andreas Scheuer

97,4 Prozent für den Generalsekretär

Scheuer als Vorsitzender der CSU Niederbayern bestätigt

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer steht im Bezirk Niederbayern unangefochten an der Spitze seiner Partei. 97,4 Prozent bestätigten ihn als Vorsitzenden im Amt.

Viechtach/Regenstauf - Der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer ist mit überwältigender Mehrheit als Bezirksvorsitzender seiner Partei in Niederbayern wiedergewählt worden. Auf dem Parteitag in Viechtach (Landkreis Regen) stimmten 188 der insgesamt 196 Delegierten für Scheuer, der keinen Gegenkandidaten hatte. Er verbesserte damit sein Ergebnis von 2016 von 94,2 auf 97,4 Prozent. Lediglich fünf Gegenstimmen gab es. Einer der Delegierten gab keine Stimme ab, zwei Stimmen waren ungültig.

In seiner Begrüßungsrede äußerte Scheuer scharfe Kritik an den Ausschreitungen in Hamburg rund um den G20-Gipfel. Bei den Demonstranten handele es sich um „linke Chaoten“ und „Straftäter“. Das habe nichts mit Demokratie zu tun. „Der linke Mob muss ausgehoben werden, das muss ein Nachspiel haben“, sagte Scheuer.

Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ihm den Rücken für die Wahl des Vorsitzenden gestärkt. „Zwischen uns besteht ein blindes Vertrauen“, sagte Seehofer vor den Delegierten. Scheuer ist seit Februar 2016 Bezirksvorsitzender und folgte damals auf Manfred Weber.

Seehofer schwörte in seiner Rede die Delegierten auf Einheit zwischen CDU und CSU ein und warb für das gemeinsame Regierungsprogramm. Außerdem zeigte er sich optimistisch mit Blick auf die Bundestagswahl im September. „Am liebsten würde ich die politische Stimmung einfrieren und am 24. September wieder auftauen.“

Seehofer warnte aber auch vor Höhenflügen in der Union. Mit Blick auf den Umfrage-Höhenflug des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz im Januar sagte er, dass es auch möglich sei, „dass sich die Stimmung zwischen heute und dem 24. September grundlegend ändern kann“. Stimmungen seien noch keine Stimmen. Die CSU müsse mit Geschlossenheit, Sachkunde und Beispielen, die mitreißen, die Wähler überzeugen.

Bei der jüngsten Sonntagsfrage zur Bundestagswahl - im ZDF-„Politbarometer“ vom Freitag - erreichte die SPD 24 Prozent, die Union 40 Prozent.

An der Spitze der Oberpfälzer CSU bleibt Bayerns Finanz-Staatssekretär Albert Füracker. Er wurde mit 94,5 Prozent der Stimmen am Samstag als Bezirksvorsitzender wiedergewählt. 173 von 185 Stimmberechtigten gaben Füracker beim Bezirksparteitag in Regenstauf (Landkreis Regensburg) ihre Stimme, wie Bezirksgeschäftsführerin Sabina Bläser mitteilte. Der Politiker aus Lupburg (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) ist seit 2015 CSU-Chef in der Oberpfalz und bereits seit 2013 bayerischer Finanz-Staatssekretär.

dpa

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