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Anerkennungsquote bei Asylanträgen schwankt zwischen Bundesländern stark.

Neuer Bamf-Bericht

Anerkennungsquote bei Asylanträgen schwankt stark: Experte äußert schlimmen Verdacht

Die Schutzquoten schwanken stark zwischen den Bundesländern. Ob die Herkunft bei der Antragsstellung eine Rolle spielt ist unklar. Eventuell werden die Sachbearbeiter beeinflusst. 

Düsseldorf - Die Chance auf Anerkennung als Flüchtling hängt nach einem Medienbericht stark davon ab, wo ein Antrag gestellt wird. Die Schutzquote habe 2017 zwischen 72,8 Prozent im Saarland und 24,5 Prozent in Brandenburg geschwankt, berichtete die "Rheinische Post" aus Düsseldorf am Montag unter Berufung auf Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Das Bamf ist bundesweit für die Entscheidung über Asylanträge zuständig, theoretisch müssten die Quoten damit ähnlich sein. Der Bericht enthielt aber keine Angaben darüber, ob Unterschiede bei den Herkunftsländern als Erklärung für die Unterschiede eine Rolle spielen könnten.

Bereits im vergangenen Jahr wurden diese Unterschiede deutlich

Wie aus dem Bericht hervorgeht, wies das Bamf in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag bereits darauf hin, dass nicht alle Außenstellen in gleichem Ausmaß Anträge aus bestimmten Ländern bearbeiteten. So begehrten in manchen Regionen mehr Menschen aus Syrien Asyl, die eine größere Chance auf Anerkennung hätten als etwa Afghanen.

Sichtbare Differenzen bei der Annerkennungsquote

Nach Angaben der Linken zeigte die Antwort der Regierung auf ihre Anfrage vom Oktober allerdings, dass Differenzen bei der Anerkennungsquote teils auch dann sichtbar seien, wenn nur die Anträge aus bestimmten Ländern betrachtet würden. So sei die Schutzquote für Asylsuchende aus dem Irak, dem Iran sowie Afghanistan in Brandenburg, Bayern und Sachsen niedriger als im bundesweiten Schnitt.

Gegen eine Ablehnung des Asylantrags kann geklagt werden. Beinahe jeder zweite Flüchtling der abgelehnt wurde klagt deshalb und ist damit erfolgreich.

Die Partei hatte von sachlich nicht erklärbaren Ergebnissen gesprochen und damals den Verdacht geäußert, dass sich "das regionale gesellschaftliche Klima auch auf der Ebene der Entscheider abbilden könnte". Ähnlich äußerte sich in der "Rheinischen Post" der Politikwissenschaftler Gerald Schneider: "Die Sachbearbeiter werden offenbar durch die soziale und politische Umgebung beeinflusst, in der sie arbeiten."

afp

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