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Jörg Sator, Vorsitzender der Essener Tafel.

Lebensmittel für Bedürftige

Anfeindungen nach Migranten-Stopp: Chef der Essener Tafel erwägt Rückzug

75 Prozent der Kunden der Essener „Tafel“ waren zuletzt Migranten. Darauf reagiert jetzt reagiert die Hilfsorganisation, die Lebensmittel an Bedürftige verteilt. 

Nach der massiven Kritik am vorübergehenden Aufnahmestopp der Essener Tafel für Ausländer erwägt der Vereinsvorsitzende seinen Rückzug. „Es hat mir hier immer Spaß gemacht. Aber ich habe keinen Bock mehr, man verliert einfach die Lust. Ich bin kurz davor, hinzuschmeißen“, sagte der 61-jährige Vereinsvorsitzende Jörg Sartor der „Bild“-Zeitung (Montag). „Jetzt haut ein Haufen von Politikern auf uns ein, ohne sich zu informieren. Die sollen sich mal herbewegen und vor Ort mitarbeiten - danach können sie sich gerne äußern.“

Ein Fahrzeug der Essener Tafel ist mit dem Wort "Nazis" beschmiert worden. Die Essener Tafel will keine nichtdeutschen Neukunden mehr aufnehmen.

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Der Verein in Essen, der Lebensmittelspenden kostenlos an registrierte Empfänger von Sozialleistungen verteilt, vergibt seine Berechtigungskarten seit dem 10. Januar vorübergehend nur noch an Bürger mit deutschem Ausweis.

Ältere und Frauen hätten sich abgeschreckt gefühlt

„Da aufgrund der Flüchtlingszunahme in den letzten Jahren der Anteil ausländischer Mitbürger bei unseren Kunden auf 75 Prozent angestiegen ist, sehen wir uns gezwungen um eine vernünftige Integration zu gewährleisten, zurzeit nur Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen“, erläutert der Verein Essener Tafel auf seiner Internet-Seite. Gerade ältere Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter hätten sich von den vielen fremdsprachigen jungen Männern in der Warteschlange abgeschreckt gefühlt, bei denen er teilweise auch „mangelnden Respekt gegenüber Frauen“ beobachtet habe, hatte Sartor bereits vor Tagen erklärt.

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Unbekannte hatten am Wochenende Türen und Fahrzeuge der Einrichtung mit Parolen wie „Nazis“ beschmiert. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit der Debatte um den Aufnahmestopp. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauerten am Montag an.

dpa

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