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Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Petersberger Klimadialog

Merkel für anspruchsvolle Klimaschutzziele

Berlin - Bis zu einem Weltklimavertrag sind etliche Hürden zu nehmen. In Berlin wollen 35 Länder die bis Jahresende angestrebte Einigung vorbereiten. Kanzlerin Merkel hofft auf ein "gutes Signal".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für anspruchsvolle globale Klimaschutzziele ausgesprochen. Von dem an diesem Montag in Berlin beginnenden Petersberger Klimadialog müsse ein „gutes Signal“ für den angestrebten Weltklimavertrag ausgehen, der Ende des Jahres in Paris vereinbart werden soll.

Es müssten alle Voraussetzungen geschaffen werden, dass im Jahr 2020 ein verbindliches Klimaabkommen weltweit in Kraft treten könne, sagte Merkel in ihrer neuen Videobotschaft. „Deshalb ist es für uns sehr wichtig, alle darauf vorzubereiten, dass sie schnellstmöglich jetzt die Klimaziele definieren, die sie sich national vornehmen.“ Zugleich müsse die Finanzierung dieser Ziele gewährleistet sein.

Auf der zweitägigen Konferenz in Berlin wollen Vertreter aus rund 35 Ländern den UN-Klimagipfel in Paris Ende des Jahres vorbereiten. Die Kanzlerin und der französische Präsident François Hollande werden am Dienstag die Hauptreden halten.

Ende 2014 hatten 195 Staaten in Lima auf erste Eckpunkte geeinigt. Die meisten Fragen sind noch offen. Einigkeit gibt es nur bei dem Ziel, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Deutschland will unter anderem, dass China und andere Schwellenländer mehr beim Klimaschutz leisten. Entwicklungs- und Schwellenländer sehen weiter die Industriestaaten in der Pflicht - auch bei der Finanzierung der Anpassung an den Klimawandel.

Nach den Worten von Merkel muss sichergestellt sein, „dass die Klimafinanzierung, die schon in Kopenhagen versprochen haben, auch wirklich gewährleistet wird“. Ohne ein Finanzierungsinstrument würden die Entwicklungsländer und auch die vom Klimawandel besonders betroffenen Länder nicht einer Verabredung zustimmen.

„Besonders wirksam“ wäre, wenn der Handel mit Verschmutzungsrechten der Industrie - sogenannten CO2-Zertifikaten - über Europa hinaus eingeführt werden könnte, sagte Merkel. Dann hätte man weltweit gleiche Rahmenbedingungen. „Und das würde es uns auch ermöglichen, den Zertifikate-Handel auch in Europa noch auf weitere Bereiche auszuweiten.“ Sie sehe dafür aber wenig Chancen, sagte Merkel.

dpa

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