Von der Schülerin über den Doktortitel bis zur Kanzlerin: Angela Merkels Werdegang
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Von der Schülerin über den Doktortitel bis zur Kanzlerin: Angela Merkels Werdegang

Angela Merkels Ausbildung

Angela Merkel: Ausbildung und Weg zur promovierten Physikerin

Interessante Details zu Angela Merkels Ausbildung in der DDR bis zur Promotion. Die wissenschaftliche Laufbahn der Kanzlerin.

  • Angela Merkel, geb. Kasner, wuchs in der DDR auf und machte 1973 in Templin ihr Abitur. 
  • Sie entschied sich für ein naturwissenschaftliches Studium und studierte Physik an der Universität Leipzig. 
  • Angela Merkel schloss mit Diplom ab und wurde wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Hier promovierte sie und ist seitdem ausgebildete Physikerin mit echtem Doktortitel.

Berlin - Angela Merkel werden ein analytischer Verstand und ausgeprägter Pragmatismus nachgesagt. Sie selbst erklärt ihre für Politiker eher untypische Herangehensweise oft mit ihrer naturwissenschaftlichen Ausbildung. Diese absolvierte die im Jahr 1954 in Hamburg als Angela Dorothea Kasner geborene spätere Bundeskanzlerin noch in der DDR. Hierhin war ihr Vater zusammen mit seiner Familie gezogen, um eine Pfarrstelle in Brandenburg anzutreten. 

Im Jahr 1960 wurde Angela Merkel – noch unter ihrem Mädchennamen Kasner – in Templin eingeschult. Sie besuchte die Goethe-Schule bis zur 8. Klasse. Bereits hier zeigte sich ihr vielseitiges Interesse: Besonders in Russisch und in Mathematik zeichnete sie sich durch besonders gute schulische Leistungen aus. Ein Umstand, der ihr noch heute zugutekommt, wenn es darum geht, bilaterale Kontakte zu Russland zu pflegen. Ein informelles Gespräch mit dem russischen Präsidenten Putin ohne Hilfe von Dolmetschern ist kein Problem.

Angela Merkels Ausbildung im Spannungsfeld von Sozialismus und Kirche

In jungen Jahren wurde Angela Merkel Pionierin in der Organisation Ernst Thälmann. Später trat sie in die SED-Jugendorganisation FDJ (Freie Deutsche Jugend) ein. Ganz so, wie es in der DDR erwünscht und üblich war. An der ebenfalls gängigen Jugendweihe beteiligte sie sich jedoch nicht. Stattdessen ließ sie sich konfirmieren – schließlich war ihr Vater evangelischer Pfarrer. Horst Kasner leitete zu dieser Zeit das Pastoralkolleg Waldhof.

1973 legte Angela Merkel an der Erweiterten Oberschule (EOS) Hermann Matern in Templin das Abitur ab. Ihr Notendurchschnitt: 1,0. Danach entschied sie sich bewusst für ein naturwissenschaftliches Studium. Sie studierte Physik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig.

Im Jahr 1978 machte sie ihren Abschluss als diplomierte Physikerin. Der Titel ihrer Abschlussarbeit lautet: "Einfluss der räumlichen Korrelation auf die Reaktionsgeschwindigkeit bei bimolekularen Elementarreaktionen in dichten Medien". Mit diesem Thema beschäftigte sie sich auch weiterhin in ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Angela Merkel – gelernte Physikerin mit Doktortitel

Anschließend ging Angela Merkel in die Forschung. Sie trat im Juni 1978 eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Berlin an. Am Zentralinstitut für Physikalische Chemie an der Akademie der Wissenschaften der DDR hatte es ihr vor allem die Quantenchemie angetan. Bei ihrem Doktorvater Professor Dr. Lutz Zülicke promovierte sie schließlich im Jahr 1986 zum Dr. rer. nat.

Angela Merkels Arbeit trägt einen nicht weniger sperrigen Titel als die Diplomarbeit: Kurz gesagt geht es um die Berechnung von Geschwindigkeitskonstanten von Reaktionen einfacher Kohlenwasserstoffe. Die Arbeit wurde mit "magna cum laude" bewertet. Den in der DDR obligatorischen Nachweis über Kenntnisse in Marxismus-Leninismus erbrachte sie mit einer nur mit ausreichend benoteten Abhandlung über die Frage: "Was ist sozialistische Lebensweise?".

Trotzdem deutete alles auf eine Karriere als Wissenschaftlerin hin. Zu diesem Zeitpunkt ahnte niemand, dass Angela Merkel keine zwanzig Jahre später CDU-Bundesvorsitzende und Bundeskanzlerin wird – im wiedervereinigten Deutschland. Sie selbst vermutlich am wenigsten.

Angela Merkels Ausbildungsweg im Überblick

  • 1973: Abitur in Templin 
  • 1978: Abschluss als diplomierte Physikerin; Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften (AdW) in Berlin 
  • 1986: Promotion mit einer Arbeit über Reaktionsgeschwindigkeiten.

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