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SPD-Politikerin Malu Dreyer hat Angela Merkel einen Brief voller Fehler geschickt

Sechs Fehler in sechs Sätzen

Dreyer schickt Merkel Brief voller Fehler

Berlin - SPD-Politikerin Malu Dreyer hat Angela Merkel einen Brief mit sechs Rechtschreibfehlern in sechs Sätzen geschickt. Eine Sprecherin erklärt nun, wie es zu dem Missgeschick kommen konnte.

Die Nachricht, dass Angela Merkel Post bekommt, ist an und für sich nicht ungewöhnlich. Die Nachricht, dass die Bundeskanzlerin einen Brief von der rheinland-pfälzischen Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) bekommen hat, in dem es nur so von Rechtschreibfehlern wimmelt, dagegen schon. Sechs Fehler zählte die Redaktion der Tageszeitung Die Welt, der das Schreiben von Dreyer vorliegt.

"Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin". Mit diesen Worten beginnt der Din-A-4-Brief mit dem Absender "Die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz". Auf den ersten Blick ist nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Doch schon nach der Anrede dürfte die Kanzlerin, sofern sie den Brief selbst gelesen hat, gestutzt haben. "Liebe Frau Merkel", steht handschriftlich dahinter geschrieben. Es geht weiter. Und schon im ersten Satz hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Wie Die Welt berichtet, bittet Dreyer die Bundeskanzlerin darum, "zeitnah ein Spitzengespräch mit Vertretern der Länder und den Datenschutzbeauftragten von Bund und Länder zu führen". Richtig wäre: "Bund und Ländern".

Sechs Fehler in sechs Sätzen

Der nächste Satz, der nächste Patzer: "Die auch heute wieder bekannt gewordenen Informationen, wonach die amerikanische und britische Geheimdienste nahezu sämtliche Verschlüssungssysteme unterlaufen können, verunsichert die Menschen in unserem Land." Richtig müsste es heißen: "die amerikanischen und britischen Geheimdienste", "Verschlüsselungssysteme" und "verunsichern".

Angela Merkel: Ein Porträt in Bildern

Angela Merkel: Ein Porträt in Bildern

Es folgt ein falsch gesetztes Komma, ein fehlendes "n" und die Unterschrift "Ihre Malu Dreyer". Die Bilanz des Schreibens: Sechs Fehler in sechs Sätzen. Doch wie konnte es zu diesem Fauxpas kommen? "Es ist eine falsche Fassung herausgegangen", sagte Regierungssprecherin Monika Fuhr am Mittwoch in Mainz. "Es ist ein Büro-Versehen." Das Schreiben sei im Haus verfasst worden. Der Büroleiter habe sich nach Informationen der Welt bereits am Dienstag im Büro der Kanzlerin entschuldigt. Bleibt die Frage, wie Merkel auf das Anschreiben reagiert hat. Leider ist das bislang nicht bekannt.

cap/dpa

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