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Angela Merkel bei einem Treffen mit Donald Trump

“Das sollten wir ernst nehmen“

Merkel betont erneut ihre Differenzen mit Trump

Kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut ihre Differenzen mit US-Präsident Donald Trump in der Frage der internationalen Zusammenarbeit deutlich gemacht.

Berlin - Trump habe eine Vorstellung von Globalisierung, die sich von ihrer sehr stark unterscheide, sagte Merkel am Montagabend bei einer Veranstaltung der Zeitschrift „Brigitte“ in Berlin. „Das sollten wir ernst nehmen“, erklärte die CDU-Vorsitzende.

Schon unter US-Präsident Barack Obama habe sich abgezeichnet, dass die Europäer ihre eigenen Belange stärker in die Hand nehmen müssten. „Und das ist jetzt noch mal verstärkt durch den neuen US-Präsidenten“, sagte Merkel. Sie glaube, dass Globalisierung und internationale Zusammenarbeit für alle Seiten einen Gewinn bedeuten könnten und nicht die eine Seite siege und die andere verliere. Das sei der Unterschied zu Trump in der Herangehensweise.

Es sei wichtig, dass die Europäer wüssten, wo sie sich auf die transatlantische Partnerschaft verlassen könnten - beim Klimaschutz im Augenblick nicht. Trump hat den Ausstieg der USA aus dem in Paris mühsam ausgehandelten Klimaschutzabkommen angekündigt, das fast alle Staaten der Welt unterschrieben haben.

Angela Merkel setzt auf friedliche Demonstranten

Merkel betonte ferner, dass sie auf friedliche Demonstranten setze, die gegen den G20-Gipfel Ende nächster Woche in der Hansestadt protestieren wollen. Von Gewalt müsse man sich abgrenzten. Vieles in der Welt wäre ohne die Staats- und Regierungschefs in dem G20- Verbund wichtiger Wirtschaftsmächte gar nicht möglich. Sie hoffe, dass sich Deutschland als offenes und lebendiges Land präsentiere.

dpa

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