Versprechen nach der Hochwasser-Katastrophe: Kanzlerin Angela Merkel im verwüsteten Bad Münstereifel.
+
Versprechen nach der Hochwasser-Katastrophe: Kanzlerin Angela Merkel im verwüsteten Bad Münstereifel.

Riesen-Verwüstung nach Unwetter

Merkels Millionenhilfe für Hochwasser-Opfer: Geheimes Papier verrät Betrag - doch es gibt einen Haken

  • Patrick Mayer
    VonPatrick Mayer
    schließen

Einem Bericht zufolge plant die Bundesregierung von Angela Merkel mehrere Hunderte Millionen Euro Hilfen wegen der Hochwasser-Schäden in der Eifel sowie in weiteren Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz.

München/Eifel - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wirkte bei ihm Besuch im Hochwasser-Katastrophen-Gebiet sichtlich nachdenklich. Gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hatte die deutsche (Noch-) Regierungschefin am Dienstag (20. Juli) das durch die Flut verwüstete Bad Münstereifel in der Eifel besucht und sich einen Eindruck von den Schäden durch das jüngste Unwetter in Deutschland gemacht.

Hochwasser-Katastrophe in Deutschland: Bundesregierung von Angela Merkel plant Soforthilfen

„Wir werden morgen (Mittwoch, 21. Juli, d. Red.) im Kabinett in Berlin ein Programm auflegen, wo es um finanzielle Hilfe geht. Und hier geht es darum, dass auf der einen Seite unbürokratisch Soforthilfe ausgezahlt wird. Gemeinsam mit dem Land, das das am Donnerstag beschließen wird. Hat mir der Ministerpräsident gesagt“, sagte Angela Merkel (CDU) bei einem öffentlichen Termin in der Kleinstadt mit rund 18.000 Einwohnern.

Die Kanzlerin erklärte vor Rettungskräften und kommunalen Vertretern weiter: „Und dann werden wir mit Ihnen gemeinsam alles daran setzen, dass das Geld schnell zu den Menschen kommt. Die oft nichts mehr haben außer das, was sie am Leibe tragen, und die deshalb auf die Unterstützung angewiesen sind.“ Immer wieder blickte die 67-Jährige bei ihrer Rede Nordrhein-Westfalens Landeschef, Parteifreund und CDU-Boss Laschet entgegen.

Im Video: Angela Merkel verspricht Hochwasser-Opfern schnelle Soforthilfen

Durch Bad Münstereifel fließt die Erft, die sich während der Hochwasser-Katastrophe zu einem reißenden Fluss aufgebaut hatte und enorm viel Schaden und Verwüstung anrichtete. Aber: Wieviel will der Bund an Soforthilfen den betroffenen Kommunen, Gemeinden und Städten in der Eifel sowie anderen Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz zahlen? Wieviel Geld soll vorerst helfen?

Hochwasser-Katastrophe in Deutschland: Angela Merkel will bei Hilfen wohl Beteiligung der Länder

Die Bild berichtet nun (20. Juli) von einem Beschlussentwurf des Finanz- und Innenministeriums. Demnach sollen zunächst 400 Millionen Euro für Soforthilfen wegen der Schäden in den Hochwasser-Gebieten freigegeben werden. Wie es weiter hieß, werde noch final über die Soforthilfen beraten. Ende Juli oder Anfang August soll es ferner ein Sondertreffen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer geben, bei welchem diese über einen gemeinsamen Wiederaufbau beratschlagen. Und was das letztendlich kosten soll.

Einen kleinen Haken gibt es aber noch: Der Bund mache laut Bild zur Voraussetzung, dass sich alle Länder an der Finanzierung beteiligen. Das Land Rheinland-Pfalz beschloss bereits, aus eigenen Kassen bis zu 3.500 Euro Soforthilfe pro betroffenen Haushalt zu zahlen. Sicher ist: Der Wiederaufbau wird dauern. Brücken, Gleise, Straßen: Einzig bei der Infrastruktur rechnet der Bund in den Hochwasser-Katastrophengebieten mit Schäden von mindestens rund zwei Milliarden Euro. (pm)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare