Kommentar

Digitaler Impfpass - nächste Blamage für Merkels Regierung

Der Lockdown für Geimpfte fällt. Die Bundesregierung ist mit ihrem digitalen Impfpass in Verzug. Ein Versäumnis mit Vorsatz, meint Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.
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Nächster Nackenschlag für Union

CDU-Umfrage-Debakel ohne Ende: Auch Merkel jetzt abgestraft - Bittere Prognose für Laschet
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„Es gibt Einigkeit“

Nach Urteils-Klatsche: Merkels Regierung verkündet Klima-Durchbruch
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Angela Merkel

Seit 2005 ist Angela Merkel Regierungschefin und damit Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, als erste Ostdeutsche und generell erste Frau in diesem Amt. Die promovierte Physikerin tritt 1990 - noch in der damaligen DDR - der CDU bei, 1991 wird "Kohls Mädchen" stellvertretende Parteivorsitzende und 2000 Generalsekretärin. Seit die Pfarrerstochter ihren Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) 2005 im Kanzleramt ablöste, führt sie das Land durch entscheidende Wendepunkte wie die Wirtschaftskrise, den Atomausstieg, die Flüchtlingskrise oder die andauernde Corona-Pandemie. 2021 markiert aller Voraussicht nach das Ende ihrer Kanzlerschaft: Bereits im Jahr 2018 kündige sie an, bei der kommenden Bundestagswahl nicht mehr kandidieren zu wollen.

Corona-Streit: Merkels rechte Hand stellt sich dem Bundestag - Braun verteidigt Inzidenz und RKI

Corona-Lockerungen, Pflege, Klima: Angela Merkels Bundesregierung steht vor großen Problemen. Nun muss sich Kanzleramtschef Helge Braun den Fragen des Bundestags stellen.
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Das ist das Gehalt von Angela Merkel als Bundeskanzlerin

Sie bekleidet seit 2005 das wichtigste Amt in Deutschland – doch kaum einer weiß, wie viel Vermögen die Kanzlerin wirklich besitzt.
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Klima-Urteil: Merkel will Gesetz schnell verschärfen - „Brauchen da einen großen Wurf“

Mit dem Urteil zum Klimaschutzgesetz hat das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber ein paar Hausaufgaben aufgegeben. Die Kanzlerin will diese möglichst schnell …
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Grüner China-Kurs mit mehr Härte: Baerbock fordert Wachsamkeit - „Dürfen nicht naiv sein“

Fünf Monate vor der Bundestagswahl schärfen die Grünen ihr China-Profil. Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock warnt vor Chinas Neuer Seidenstraße und fordert Wachsamkeit.
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Massive Lockerungen für Corona-Geimpfte Ende der Woche: Spahn nennt Zeitplan - Söder prescht vor

Mehrere Bundesländer haben die Corona-Regeln für Geimpfte bereits vor einer bundesweiten Vorgabe gelockert. Die soll nun kommen. Der News-Ticker.
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Entgleitet Merkel die Impf-Debatte? Länder lockern schon - Union spricht von Öffnung für Hotels und Restaurants

Am Corona-Flickenteppich wird wieder gewebt: Bei der Frage von Rechten für Geimpfte preschen die Länder vor - und die Debatte geht längst weiter als die Pläne der …
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Bittere Flops zum Ende der Ära Merkel? Bei gleich drei Themen läuft der GroKo nun die Zeit davon

Mit vier Jahren ist eine Legislaturperiode recht lang. Doch der GroKo von Angela Merkel geht die Zeit aus. Ein wichtiges Projekt scheint schon gestorben. Bei zwei …
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Lockerungen für Geimpfte: Vize-Kanzler Olaf Scholz erwartet baldigen Beschluss

Geht jetzt alles ganz schnell? Die Debatte um Rechte für bereits Geimpfte nimmt weiter Fahrt auf. Der News-Ticker.
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Angela Merkel in der DDR: Die frühe Biografie der Kanzlerin

Nur wenige bringen Angela Merkel mit der SED in einen Zusammenhang. In der Vergangenheit war sie jedoch für die Jugendorganisation FDJ tätig.
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Angela Merkel und die Familie: Eltern, Geschwister, Ehepartner

Angela Merkels Ehemann Joachim Sauer und Mutter Herlind Kasner sind bekannt. Über Vater, Bruder und Schwester der Kanzlerin weiß die Öffentlichkeit weniger.
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Angela Merkel: Ausbildung und Weg zur promovierten Physikerin

Interessante Details zu Angela Merkels Ausbildung in der DDR bis zur Promotion. Die wissenschaftliche Laufbahn der Kanzlerin.
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Angela Merkel: Bundeskanzlerin mit GroKo und Schwarz-Gelb

Angela Merkel kann bereits auf eine lange Amtszeit als Bundeskanzlerin zurückblicken. Um die Regierung zu bilden, musste sie auf verschiedene Koalitionen zurückgreifen.
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Angela Merkel: Politische Ämter von Bundestag bis Kanzlerschaft

Jüngere kennen Angela Merkel nur als Kanzlerin. Was hat sie davor gemacht? Die Eckpunkte ihres Karrierewegs, ihre wichtigsten Ämter – hier im Überblick:
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Angela Merkel und ihr Liebesleben: Was man über die Beziehung zu Ehemann Joachim Sauer weiß

Kanzlerin Angela Merkel verheimlicht ihr Privatleben erfolgreich. Über ihre Beziehung zu Ehemann Joachim ist nicht viel bekannt. Aber ein paar Details gibt es.
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Angela Merkel

Die Pfarrerstochter Angela Merkel wuchs in der Deutschen Demokratischen Republik auf und erarbeitete sich nach der Wiedervereinigung eine einzigartige politische Karriere. Seit 2005 bekleidet die Physikerin das Amt der deutschen Bundeskanzlerin. Innerhalb der Europäischen Union (EU) ist sie die am längsten amtierende Regierungschefin.

Angela Merkels Familie: Kindheit und Jugend in der DDR


Angela Kasner kam im Juli 1954 als ältestes Kind des evangelischen Theologen Horst Kasner und dessen Frau Herlind Kasner in der Hansestadt Hamburg zur Welt. Schon kurz nach ihrer Geburt siedelte die Familie in die DDR über und wurde später in Templin in der Uckermark sesshaft, wo ihr Bruder Marcus und ihre Schwester Irene geboren wurden.

Bereits zu Schulzeiten fiel die junge Angela Kasner als vorbildliche Schülerin auf, in den Fächern Russisch und Mathematik war sie sogar die Beste ihrer Klasse. Verwundern dürfte es also niemanden, dass das schüchterne Mädchen ihr Abitur 1973 mit der Durchschnittsnote 1,0 ablegte.

Physik-Studium in Leipzig und Doktorgrad


Nach der Schule nahm die Musterschülerin ein Studium der Physik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig auf (heute Universität Leipzig) und lernte dort ihren Kommilitonen Ulrich Merkel kennen und lieben. Die Ehe der beiden, die 1977 geschlossen wurde, hielt jedoch nur fünf Jahre. 1982 folgte die Scheidung.

Nachdem sie ihr Diplom erhalten hatte – für ihre Abschlussarbeit erhielt sie die Note „Sehr gut“ – ging Angela Merkel nach Ost-Berlin, um am Zentralinstitut für Physikalische Chemie (ZIPC) der Akademie der Wissenschaften der DDR zu arbeiten. Ihr dortiger Job sowie die Arbeit an ihrer Dissertation führten sie unter anderem nach Donezk (Ukraine) und nach Prag (Tschechien) - und in die Bundesrepublik Deutschland (BRD).

Nach ihrer bestandenen Promotion erhielt Merkel 1986 den Titel Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) und widmete sich fortan dem Fachbereich Analytische Chemie. Mittlerweile war sie auch wieder liiert – mit dem Quantenchemiker Joachim Sauer, den sie 1984 kennengelernt hatte. Die beiden lebten lange Zeit ohne Trauschein zusammen, erst 1998 heirateten sie. Das Paar bekam zwar keine eigenen Kinder, Joachim Sauer hat jedoch zwei Söhne aus erster Ehe.

Angela Merkel geht in die Politik und findet zur CDU


Ihre politische Karriere begann Angela Merkel am „Vorabend“ der deutschen Wiedervereinigung als Systemadministratorin des Demokratischen Aufbruchs (DA) im Jahr 1989. Schnell nahm die Partei das Potenzial der Akademikerin wahr und sie stieg erst zur Sachbearbeiterin, dann zur Pressesprecherin und schlussendlich in den Vorstand auf.

Für die CDU hatte die Jungpolitikerin zunächst nichts übrig, wollte sie doch ursprünglich der SPD beitreten. Das Blatt wendete sich jedoch, nachdem Merkel und der DA als Teil der „Allianz für Deutschland“ innerhalb der letzten gewählten DDR-Regierung 1990 an die Macht kamen. Bei den Verhandlungen zur Wiedervereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland war die Jungpolitikerin im Rahmen von vorbereitenden Gesprächen beteiligt. Außerdem begleitete sie den damaligen DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière auf Auslandsreisen.

Mitte des Jahres 1990 entschloss sich der DA dazu, sich aufgrund von schlechten Wahlergebnissen zunächst der Ost-CDU und schlussendlich der Gesamt-CDU anzuschließen. Angela Merkel trug diese Entscheidung maßgeblich mit und traf beim 38. CDU-Bundesparteitag zum ersten Mal auf ihren späteren Mentor – Bundeskanzler Helmut Kohl.

Rasanter Aufstieg: Angela Merkel als Ministerin und Generalsekretärin der CDU


Mit der Wiedervereinigung wechselte Angela Merkel hauptberuflich von der Wissenschaft in die Politik. Bei der Bundestagswahl 1990 erhielt sie zunächst das erste Bundestagsmandat ihrer Karriere, wurde jedoch auch überraschend vom wiedergewählten Bundeskanzler Kohl als Ministerin für Frauen und Jugend in sein Kabinett geholt. Bei der Bundestagswahl vier Jahre später erhielt sie erneut von ihrem Mentor einen Platz im Kabinett – als Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Von da an ging es für Angela Merkel raketenartig die Karriereleiter hinauf. Obwohl ihre Partei bei der Bundestagswahl 1998 scheiterte und ihr eigener Erststimmenanteil um 11 Prozentpunkte fiel, stieg sie innerhalb der CDU zur Generalsekretärin auf. Während der Regierungszeit von SPD-Kanzler Gerhard Schröder hatte sie so eine der wenigen Oppositionspositionen inne, die ihr politische Gestaltungsmöglichkeiten bot.

Was folgte, war ein Wendepunkt. Im Zuge der Parteispendenaffäre rund um Altkanzler Helmut Kohl wandte sich Merkel gegen ihren vormaligen Mentor und wurde unter anderem als „Vatermörderin“ bezeichnet. Ihr Aufruf an die Partei, sich von Kohl abzunabeln, stieß jedoch auch auf Verständnis, weshalb sie 2000 nach dem Rückzug Wolfgang Schäubles Bundesvorsitzende der CDU wurde – und die Hoffnungsträgerin der Christdemokraten.

Als Kanzlerkandidatin sah Merkel sich jedoch vorerst nicht. Zu wenig Rückhalt hatte die frühere DDR-Bürgerin innerhalb der Parteispitze, zu groß war (noch) die Konkurrenz rund um Edmund Stoiber (CSU), dem sie im Rennen um die „K-Frage“ 2002 den Vortritt ließ. Nach Stoibers Niederlage bei der Bundestagswahl gestaltete Merkel die Bundespolitik aus der Opposition heraus mit und positionierte sich in entscheidenden politischen Fragen als Gegenbeispiel zu Gerhard Schröder. So sprach sie sich zum Beispiel für eine Unterstützung des Kurses von US-Präsident George W. Bush den Irakkrieg betreffend aus.

2005 wird Merkel Bundeskanzlerin einer GroKo


Als die SPD-Spitze rund um Parteichef Franz Müntefering und Bundeskanzler Gerhard Schröder 2005 aufgrund von schlechten Landtagswahlergebnissen eine vorgezogene Bundestagswahl für den Herbst des Jahres ankündigten, war Angela Merkels Chance gekommen. Als Kanzlerkandidatin strebte sie eine deutliche Mehrheit von CDU/CSU und FDP an. Ein Wunsch, der sich allerdings nicht erfüllte. Stattdessen holte ihre Partei zwar eine knappe Mehrheit, konnte allerdings nur im Rahmen einer Großen Koalition mit der SPD regieren.

Dennoch: Als Angela Merkel im November 2005 als Bundeskanzlerin vereidigt wurde, schrieb sie Geschichte. Sie ist zugleich die erste weibliche, mit 51 Jahren die jüngste und die erste Kanzlerin aus den neuen Bundesländern - und die erste Naturwissenschaftlerin in diesem Amt.

Über die folgenden 16 Jahre, in denen die gebürtige Hamburgerin insgesamt drei Mal wiedergewählt wurde, musste sie sich einigen Herausforderungen stellen. 2008 wurde beispielsweise das Ausmaß der Weltwirtschaftskrise deutlich, auf das die Regierung unter anderem mit der sogenannten „Abwrackprämie“ reagierte. Zwei Jahre später bewegte die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima Merkel und ihr Kabinett dazu, sich für einen vorzeitigen Atomausstieg einzusetzen.

Eine weitere große Herausforderung brachte der Sommer 2015 mit sich. Im Zuge der Flüchtlingskrise gestattete Angela Merkel Geflüchteten, vornehmlich aus Afghanistan und Syrien, die nicht durch Ungarn registrierte Einreise in die Bundesrepublik Deutschland – eine Entscheidung, die ein großes Medienecho und unterschiedliche Reaktionen in der Bevölkerung hervorrief. Besonders folgender Satz, den Merkel der „FAZ“ sagte, ging in die Geschichte ein: „Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Eine der mächtigsten Frauen der Welt


Ihre Haltungen in der Flüchtlings- , aber auch in der Ukraine-Krise, riefen vor allem im Ausland positive Reaktionen hervor. Das US-Magazin „Time“ kürte sie beispielsweise zur „Person des Jahres 2015“. Im Ranking des US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ landete sie zwischen 2006 und 2009, sowie seit 2011 auf Platz eins der 100 mächtigsten Frauen der Welt. Hinter Barack Obama platzierte das Magazin sie außerdem 2012 auf Platz zwei der mächtigsten Personen der Welt – als erste Frau überhaupt.

Staatliche Würden, die Merkel erhielt, sind unter anderem das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1996) und die Presidential Medal of Freedom (2011), die ihr US-Präsident Barack Obama übergab. Außerdem ist Angela Merkel Trägerin diverser Ehrendoktorwürden – unter anderem ihrer Heimatuniversität in Leipzig, der Harvard University (USA) und der Hebräischen Universität Jerusalem (Israel).

Angela Merkel kündigt ihren Rücktritt an


Nachdem CDU und CSU 2018 bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen herbe Verluste hinnehmen mussten, fällte Bundeskanzlerin Merkel zwei Entscheidungen: Sie gab den Posten als Parteivorsitzende ab und wird sich bei der Bundestagswahl 2021 nicht noch einmal für das Amt der Bundeskanzlerin zur Verfügung stellen.

Bevor Angela Merkel jedoch aus dem Amt scheidet, wartete noch eine Aufgabe ungeahnten Ausmaßes auf sie: die Corona-Pandemie. Nachdem sich das Coronavirus Anfang 2020 von China aus immer schneller global ausbreitete, mussten die Kanzlerin und ihre Regierung so schnell wie niemals zuvor in den Krisenmodus umschalten. Grund genug für die Politikerin, sich im Frühjahr 2020 zum ersten Mal überhaupt in einer gesonderten Fernsehansprache an das deutsche Volk zu wenden. Zuvor hatte Merkel dies lediglich anlässlich der traditionellen Neujahrsansprachen getan.