+
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Uli Hoeneß im September 2012.

Innenministerium klärt auf

Wie oft trafen sich Merkel und Hoeneß?

Berlin - Wieviel Kontakt hatte Angela Merkel in den letzten Jahren zu Uli Hoeneß? Das wollte ein Linke-Abgeordneter ganz genau wissen. Nun antwortete das Bundesinnenministerium.

Der wegen einer Steueraffäre in die Kritik geratene FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) seit der Bundestagswahl 2009 siebenmal bei offiziellen Anlässen getroffen. Zuletzt kamen Merkel und Hoeneß am 15. Januar 2013 zum Mittagessen zusammen, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Frage des Linke-Abgeordneten Richard Pitterle hervorgeht. Im Januar hatte sich Hoeneß selbst beim Finanzamt angezeigt, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Steuerhinterziehung.

Zum ersten Mal in dieser Wahlperiode trafen sich Merkel und Hoeneß demnach am 20. August 2010 zu einem Gespräch. Weitere Begegnungen gab es in Zusammenhang mit der Deutschlandstiftung Integration, die Bürger mit ausländischen Wurzeln fördert und deren Vorstandsmitglied Hoeneß ist.

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

Neben der Kanzlerin hatte der Regierungsantwort zufolge auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) offiziell Kontakt zu Hoeneß - als Kuratoriumsvorsitzende der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. Dabei sei es um eine geplante Veranstaltung zum Thema „Homophobie im Fußball“ gegangen. Ehrungen und Auszeichnungen der Bundesregierung habe Hoeneß in dieser Wahlperiode nicht erhalten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trumps denkwürdiger Auftritt hinterlässt ein aufgebrachtes Land
Geplant war nur ein Statement zur Infrastruktur im Trump-Tower. Dann aber kamen Fragen zur Gewalt von Charlottesville. Der denkwürdige Auftritt von Donald Trump …
Trumps denkwürdiger Auftritt hinterlässt ein aufgebrachtes Land
Polizei setzte sich bei G20-Einsatz über Verbot hinweg
Die Polizei überschritt bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg offenbar ihre Kompetenzen. Besonders über ein Verbot setzten sich die Sicherheitskräfte hinweg.
Polizei setzte sich bei G20-Einsatz über Verbot hinweg
Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf
Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump löst nach harscher Kritik an seiner Haltung zur Gewalt in Charlottesville kurzerhand zwei Beraterkreise im Weißen Haus auf. …
Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf
Kommentar: SPD in der Putin-Falle
„Privatsache“ sei  der neue Öl-Job für Ex-Kanzler Gerhard Schröder beim russischen Staatskonzern Rosneft, behauptet SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Ein schwerer …
Kommentar: SPD in der Putin-Falle

Kommentare