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„Kein liebevoller Zufall“: Im TV berichtet Merkel von Putins dreistem Einschüchterungsversuch

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Von: Richard Strobl

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Angela Merkel ging bei ihrem großen TV-Auftritt auf einen zurückliegenden Einschüchterungsversuch Putins ein. Ein Hund spielte die Hauptrolle - im Publikum gab es Gelächter.

Berlin - Altkanzlerin Angela Merkel stellte sich ein halbes Jahr nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt erstmals im TV-Talk bei Phoenix den Fragen des Journalisten Alexander Osang. Dabei stand die Russland-Politik der Kanzlerin im Fokus. Für die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen war Merkel teils heftig kritisiert worden - schwieg aber bislang. Nun antwortete sie und ging dabei auch auf eine alte Geschichte zu einem Treffen mit Putin ein.

Merkel bei Putin-Besuch von Hund eingeschüchtert?

Berühmt ist ein Bild von Merkel bei einem Besuch bei Wladimir Putin im Jahr 2007. Dabei geht ein großer schwarzer Hund vor den beiden. Putin lächelt, die Kanzlerin wirkt angespannt. Schon damals war bekannt, dass Merkel wegen eines vorherigen Hundebisses nicht zu gut auf Hunde ansprang. Die Schlussfolgerung: Putin wollte Merkel mit dem Hund einschüchtern.

Koni, der schwarze Labrador von Russlands Präsident Wladimir Putin, läuft beim Treffen seines Herrchens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel durchs Zimmer.
Koni, der schwarze Labrador von Russlands Präsident Wladimir Putin, läuft beim Treffen seines Herrchens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel durchs Zimmer. © Dmitry Astakhov/dpa

Im Phoenix-Talk greift Interviewer Alexander Osang die Geschichte nun erneut auf. Man habe ihm berichtet, dass Putin vorab gefragt hätte, ob er den Hund mitbringen dürfe und sogar, dass er Merkel damit eine Freude habe machen wollen.

Merkel sorgt mit Antwort auf Putin-Frage für Lacher im Saal

Merkel reagiert deutlich: „Naja“ und muss grinsen. Gelächter im Saal bricht aus. Dann fügt die Kanzlerin an: „Wer‘s glaubt wird seelig“.

Dann holt Merkel weiter aus: „Mein erster Besuch im Kreml, der lag vor dem Sotschi-Besuch, war so, dass Putin schon zu mir gesagt hat: Ich hab gehört du hast ein Problem mit Hunden.“ Dabei habe er ihr einen sehr großen Stoffhund übergeben.

„Insofern konnte ich den Hund in Sotschi nicht als liebevollen Zufall einordnen“, so Merkel. „Er hat auch nicht gefragt“, wirft Oseng ein. „Mir ist keine Frage bekannt geworden“, klärt Merkel abschließend. Anschließend sprach sie über ihre Zitteranfälle gegen Ende ihrer Amtszeit.

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