Jugendlicher (17) ist verschwunden - wer hat Deniz gesehen?

Jugendlicher (17) ist verschwunden - wer hat Deniz gesehen?
+
Der Prozess gegen Beate Tschäpe wurde in München nach der Sommerpause fortgesetzt

Prozess nach Sommerpause fortgesetzt

Ankara würdigt NSU-Abschlussbericht

Ankara - Die türkische Regierung lobt den NSU-Abschlussbericht und spricht von einem wichtigen Schritt. In München wurde unterdessen der Prozess fortgesetzt.

Die türkische Regierung hat den Abschlussbericht des Bundestags-Untersuchungsausschusses zu den Verbrechen der rechtsextremen Terrorzelle NSU als "wichtigen Schritt" gewürdigt. Die Hinweise des Ausschusses auf das Versagen von Polizei und Geheimdienst könnten einen Beitrag zur besseren Bekämpfung des Rechtsextremismus leisten, erklärte das Außenministerium am Mittwochabend in Ankara.

In der Vergangenheit hatte sich die Türkei mehrmals sehr kritisch über den Umgang der deutschen Behörden mit den NSU-Verbrechen geäußert. Nun aber könne das durch die Berichte über Verbindungen zwischen des NSU und den Sicherheitsbehörden erschütterte Vertrauen der Menschen mit ausländischen Wurzeln in der Bundesrepublik neu aufgebaut werden, erklärte das Außenamt in Ankara. Die Türkei glaube an eine restlose Aufklärung der Verbrechen.

Prozess nach Sommerpause fortgesetzt

Nach einer knapp einmonatigen Sommerpause ist am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München der NSU-Prozess fortgesetzt worden. Am bislang 33. Verhandlungstag soll die Beweisaufnahme mit Zeugenbefragungen fortgesetzt werden. Außerdem will das Gericht Videofilme zu den NSU-Verbrechen als Beweismittel einführen.

In dem Mammutprozess ist die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe zusammen mit vier mutmaßlichen Helfern des rechtsextremen NSU angeklagt. Die Terrorzelle soll aus Ausländerhass zehn Morde und zwei Bombenanschläge sowie zur Finanzierung ihres jahrelangen Lebens im Untergrund eine Reihe bewaffneter Raubüberfälle verübt haben.

Zschäpe ist als Mittäterin angeklagt, obwohl sie keine der Taten selbst verübt haben soll. Diese sollen die beiden NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos begangen haben, die sich im November 2011 nach einem missglückten Banküberfall selbst das Leben genommen haben sollen.

Kaltblütig ermordet - Die Opfer der Terrorzelle NSU

Kaltblütig ermordet - Die Opfer der Terrorzelle NSU

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

“Hatten zig andere Gefährder“: Kriminalpolizist gibt im Fall Amri totale Überforderung zu
Im Amri-Untersuchungsausschuss hat ein hochrangiger Kriminalpolizist komplette Überlastung eingeräumt. Schwere Fehlentscheidungen hätten dazu geführt, dass der Terrorist …
“Hatten zig andere Gefährder“: Kriminalpolizist gibt im Fall Amri totale Überforderung zu
Keine Mehrheit für Entkriminalisierung des Schwarzfahrens
Die Strafverfolgung von Schwarzfahrern ist teuer, belastet die Justiz und kann die Betroffenen im Extremfall sogar ins Gefängnis bringen. Das wird wohl auch nach der …
Keine Mehrheit für Entkriminalisierung des Schwarzfahrens
BAMF soll massenhaft Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben
In bis zu 2000 Fällen soll eine ehemalige Mitarbeiterin des Bundesflüchtlingsamts in Bremen zu Unrecht Asyl gewährt haben. Nun wird gegen sie und gegen mehrere …
BAMF soll massenhaft Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben
2000 Asylanträge zu Unrecht genehmigt: Ermittlungen gegen BAMF-Mitarbeiterin
Eine Mitarbeiterin des Bundesflüchtlingsamts in Bremen soll zu Unrecht Asyl gewährt haben. Nun wird gegen sie ermittelt. Der Skandal scheint größer zu sein als zunächst …
2000 Asylanträge zu Unrecht genehmigt: Ermittlungen gegen BAMF-Mitarbeiterin

Kommentare