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Messerattacke auf Bürgermeister von Altena

Möglicher Prozessbeginn im Mai

Nach Angriff auf Altenaer Bürgermeister: Anklage gegen Täter steht

Mit einem Schrecken und nur einer leichten Verletzung kam Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein bei der Messerattacke im November vergangenes Jahres davon. Nun hat die Staatsanwaltschaft gegen den Tatverdächtigen Anklage erhoben. 

Altena - Knapp vier Monate nach dem Messerangriff auf den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU) hat die Staatsanwaltschaft Hagen Anklage gegen den 56-jährigen Tatverdächtigen wegen versuchten Mordes erhoben. Wie das Hagener Landgericht am Mittwoch mitteilte, legt die Anklagebehörde dem Mann ein Tötungsdelikt aus niedrigen Beweggründen, gefährliche Körperverletzung und Bedrohung zur Last.

Sollte das Hagener Gericht die Anklage zulassen und die Hauptverhandlung eröffnen, könnte der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter am 22. Mai beginnen. Hollstein war Ende November im nordrhein-westfälischen Altena von dem 56-Jährigen mit einem Küchenmesser angegriffen und leicht verletzt worden. Der für seine humane Flüchtlingspolitik bekannte Bürgermeister konnte die Attacke mit zwei Helfern abwehren und Schlimmeres verhindern.

Täter vor Angriff: „Ich steche Dich ab! Du lässt mich verdursten und holst 200 Ausländer in die Stadt!“

Vor der Tat soll der Angeschuldigte nach Gerichtsangaben den Bürgermeister angeschrien haben: "Ich steche Dich ab! Du lässt mich verdursten und holst 200 Ausländer in die Stadt!" Altena gilt als Vorzeigekommune bei der Flüchtlingsintegration und war dafür auch mit dem Nationalen Integrationspreis ausgezeichnet worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte seinerzeit mit Bestürzung auf den Anschlag reagiert. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich in einem Brief an den Bürgermeister betroffen und wünschte Hollstein "alles erdenklich Gute".

Lesen Sie auch: "Leben verpfuscht": Altenas Bürgermeister hat Mitleid mit dem Täter*

AFP

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