Ende der Eiszeit?

Annäherung in Korea: ...aber Trump macht Kim nur wieder lächerlich

Die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea und der auf Pjöngjang ausgeübte Druck beginnen nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump eine "große Auswirkung" zu haben.

Trump bezog sich am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter auf das Gesprächsangebot des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un an Südkorea. "Vielleicht ist das eine gute Nachricht, vielleicht nicht - wir werden sehen", schrieb er. Kim bezeichnete er dabei erneut als "Raketenmann" in Anspielung auf das umstrittene nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm.

Trump schrieb weiter, Sanktionen und „andere“ Maßnahmen, die er nicht näher bezeichnete, würden nun große Wirkung in Nordkorea haben. Auch würden nordkoreanische Soldaten gefahrvoll nach Südkorea fliehen.

Kim hatte in seiner Neujahrsansprache erneut mit einem Einsatz von Atomwaffen gedroht. "Der Atomknopf ist immer auf meinem Tisch", sagte er in einer Rede an die Nation. Gleichzeitig deutete er jedoch an, dass Nordkorea eine Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea entsenden könnte, die vom 9. bis 25. Februar im südkoreanischen Pyeongchang stattfinden.

Südkorea bot daraufhin für kommende Woche Gespräche auf hoher Ebene an. Als Termin sei der Führung in Pjöngjang der 9. Januar vorgeschlagen worden, sagte der südkoreanische Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon am Dienstag. Dabei könne über eine mögliche Beteiligung Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in Südkorea gesprochen werden, aber auch über andere Themen zur Verbesserung der Beziehungen. Es wäre das erste Treffen von Vertretern beider Regierungen seit Dezember 2015.

Experten aber warnen, Kim wolle mit seinen Manövern (Härte gegenüber den USA, Nähe gegenüber Seoul) die beiden Staaten auseinander dividieren. Die nächsten Tage werden zeigen, wie ernst es allen Beteiligten mit dem Dialog ist.

afp, mke, Video: Glomex

Rubriklistenbild: © AFP

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