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„Wie bitte?“ Anne Will begleitet Eltern zu Booster-Impfung - und erzählt von bitterböser Überraschung

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Von: Patrick Mayer

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Prominente ARD-Polit-Moderatorin: Anne Will.
Prominente ARD-Polit-Moderatorin: Anne Will. © IMAGO / Jürgen Heinrich

ARD-Promi-Moderatorin Anne Will geht mit ihren Eltern zur Corona-Auffrischungsimpfung. Was sie dann erlebt, teilt sie bei Twitter.

München/Köln - Sie sollen helfen, die vierte Welle der Coronavirus-Pandemie in Deutschland zu brechen: die sogenannten Booster-Impfungen. Vor dem Bund-Länder-Gipfel zu Corona an diesem Donnerstag (18. November) warb auch der zuletzt schweigsame, wohl designierte künftige Kanzler Olaf Scholz (SPD) für die Auffrischungsimpfungen.

Corona-Booster-Impfung: Auffrischungsimpfungen kommen in Deutschland nur schleppend voran

Doch: Zuletzt gab es reihenweise Berichte zwischen Nord und Süd, zwischen Ost und West, dass nicht nur die Impfkampagne generell, sondern auch die Booster-Impfungen gegen Corona nur schleppend vorankämen. In einer Gemengelage, in der die Politik die Bürger der Bundesrepublik schon wieder auf einen harten Winter mit Entbehrungen vorbereitet.

Die Erfahrung, dass es nur langsam vorangeht mit den Auffrischungsimpfungen, machte nun offenbar auch Anne Will. Konkret: Die ARD-Moderatorin begleitete ihre Eltern zu deren Booster-Impfung - und erlebte offensichtlich eine eher böse Überraschung. Zumindest lässt ein Posting Wills darauf schließen, das innerhalb kürzester Zeit bei Twitter viral ging.

In dem Social-Media-Beitrag schilderte die 55-Jährige ihre Erlebnisse im Impfzentrum: „War mit meinen Ü-80 Eltern im #Impfzentrum zur #BoosterImpfung. Hatte die Anamnese-Bögen kaum ausgefüllt, da poppte schon die Wartenummer auf, so wenig war los. Im Hinausgehen: Ü-70 Ehepaar wird abgewiesen, die 6-Monats-Frist liefe erst in 2 Wochen ab. What?“

Will konnte offenbar nicht verstehen, dass das (geschätzt) je über 70 Jahre alte Paar wieder nach Hause geschickt wurde - ohne Impfung. Während gleichzeitig so wenig los war.

Im Video: Corona - Karl Lauterbach fordert Priorisierung für Booster-Impfung

Dabei lautet die Devise aktuell mehr denn je: impfen, impfen, impfen. Das betonen Politiker aller Parteien, ob im Bund, auf Länder- oder kommunaler Ebene. Ein berechtigter Einwand? Oder korrekte Fürsorge durch das medizinische Personal vor Ort?

Auf der Website zusammengegencorona.de des Bundesministeriums für Gesundheit wird zu den Auffrischungsimpfungen erklärt: „Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt in ihrer 11. und 12. Aktualisierung der COVID‑19-Impfempfehlung eine COVID-19-Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff frühestens sechs Monate nach der aus zwei Impfstoffdosen bestehenden Grundimmunisierung.“ Und zwar demnach für „Personen im Alter von 70 Jahren und älter“. Aktuell ist aber sehr viel Dynamik in der Debatte. So verringerte der Berliner Senat an diesem Mittwoch (17. November) eigenmächtig den zeitlichen Abstand zur Corona-Auffrischungsimpfung um einen Monat auf fünf Monate, um das Impftempo in der Hauptstadt mit ihren rund 3,7 Millionen Einwohnern nachhaltig zu erhöhen.

Corona-Booster-Impfung: Diskussion um Auffrischungsimpfungen in Deutschland

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) schrieb dazu bei Twitter: „Bundesgesundheitsminister (Jens Spahn, geschäftsführend, d. Red.) muss BUNDESEINHEITLICH in der Impfverordnung Booster-Impfung nach 5 Monaten verankern.“ Die Diskussion über den richtigen Zeitpunkt für die Auffrischungsimpfungen wird hitziger, während die Corona-Infektionszahlen in Deutschland weiter explodieren. Auch Anne Will ist in die Debatte eingestiegen - nicht in ihrer Sendung, sondern bei Twitter. (pm)

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