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Kein „Anne Will“ am Sonntag: Darum fiel der ARD-Polittalk aus

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Von: Andreas Schmid

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ARD-Moderatorin Anne Will begrüßt regelmäßig Gäste aus der Politik.
ARD-Moderatorin Anne Will begrüßt regelmäßig Gäste aus der Politik. © NDR/Wolfgang Borrs

Am Sonntag, 19. Dezember gab es kein „Anne Will“ im Ersten zu sehen. Der ARD-Polittalk fiel aus.

Berlin - Üblicherweise läuft am Sonntagabend der Polittalk „Anne Will“ in der ARD. Nach dem Tatort begrüßt die Moderatorin ihre Gäste in der Regel um 21.45 Uhr. Am 19. Dezember wird die Sendung jedoch nicht zu sehen sein.

Nach dem Münchner „Tatort“ mit dem Titel „Wunder gibt es immer wieder“ zeigt die ARD die ersten beiden Folgen der neuen Serie „Legal Affairs“. Die Anwaltsserie soll nach ARD-Angaben die Bandbreite der Arbeit von Medienanwälten vermitteln.

Anne Will (ARD): Winterpause bis zum 23. Januar 2022

Anne Will“ wird erst wieder im neuen Jahr zu sehen sein. Der Polittalk macht eine Sendepause über den Jahreswechsel. Erst am 23. Januar 2022 geht es weiter. Um 21.45 Uhr begrüßt die Journalistin dann wie gewohnt ihre Gäste. Ob Karl Lauterbach dann mit dabei sein wird? Der neue Gesundheitsminister wurde zuletzt zum „Talkshow-König“ gekrönt. Kein anderer Politiker war im Jahr 2021 häufiger in Talkshows von ARD und ZDF zu Gast.

In den vier wöchentlichen Shows von ARD und ZDF - also „Anne Will“, „Hart aber fair“, „Maischberger – Die Woche“ und „Maybrit Illner“ – war SPD-Politiker Lauterbach laut der jährlichen Erhebung des Medienportals Meedia 29 Mal eingeladen - im Vorjahr war Lauterbach mit 14 Teilnahmen ebenfalls Spitzenreiter in dieser Statistik. Hinzu kamen 11 Einladungen (Vorjahr 17) beim dreimal die Woche ausgestrahlten ZDF-Talk „Markus Lanz“. Lauterbach war also 40 mal in einer Talkshow zu Gast - oder anders ausgedrückt: rund alle neun Tage.

Anne Will (ARD): 2021 erfolgreichstes Jahr für Polittalk

Für „Anne Will“ ist 2021 übrigens das erfolgreichste Jahr in der 14-jährigen Geschichte der Sendung gewesen. In 31 Ausgaben bis zum 12. Dezember erreichte die vom NDR verantwortete und in Berlin produzierte Sendung im Schnitt einen Marktanteil von 15,2 Prozent. Das sei der höchste Marktanteil seit dem Start der Sendung. Im Jahresmittel verfolgten am Sonntag ab 21.45 Uhr mehr als 4,1 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Sendung. Damit bleibe „Anne Will“ die mit Abstand meistgesehene Talkshow des deutschen Fernsehens.

Die höchste Einschaltquote des Jahres erreichte „Anne Will“ mit der Ausgabe, die an das Triell der Kanzlerkandidatin und der beiden Kanzlerkandidaten bei ARD und ZDF am 12. September anschloss (5,8 Millionen Zuschauer/24,2 Prozent Marktanteil). Den Talk „Anne Will“ gibt es seit 2007. Will wich im Jahr 2011 zugunsten von Günther Jauch vom Sonntag auf den Mittwoch aus. Seit Januar 2016, also bald sechs Jahren, ist die Sendung wieder der ARD-Sonntagstalk. Am Sonntagabend lief vor dem Tatort wie gewohnt die ARD-Tagesschau. Dabei kam es zu einer kleinen Panne. Nachrichtensprecherin Julia-Niharika Sen musste sich zweimal entschuldigen. (as/dpa)

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