Moderatorin Anne Will steht im Freien und trägt ein ärmelloses dunkelblaues Kleid und passenden Silberschmuck
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Moderatiorin und Powerfrau Anne Will gestaltet ihre Zukunft eingenhändig.

Anne Will: Leben und Karriere

Anne Will: Karriere der Moderatorin und Privatleben neben dem TV

Anne Will ist eine der erfolgreichsten deutschen Journalistinnen und Fernsehmoderatorinnen. Wie sie zu dem geworden ist, was sie heute ist.

  • Anne Will (55) ist eine deutsche Journalistin und Moderatorin, die bereits seit fast 30 Jahren im deutschen Fernsehen zu sehen ist
  • Anne Will wurde am 18. März 1966 in Köln geboren und moderierte unter anderem das Nachrichtenjournal Tagesthemen
  • Anne Will hat seit 2007 ihre eigene und nach ihr benannte Polit-Talkshow Anne Will im ARD

Köln - Anne Will wurde am 18. März 1966 in Hürth bei Köln geboren. Sie ist die jüngste Tochter eines Schreinermeisters und einer Postangestellten. Ihr erstes Geld verdiente sie laut eigenen Angaben mit dem Austragen von Zeitungen. Sie schloss 1985 ihr Abitur mit der Note 1,5 am Albert-Schweitzer-Gymnasium ab und studierte anschließend Geschichte, Anglistik und Politikwissenschaft an der Universität Köln und der Freien Universität Berlin. Während ihrer Zeit als Studentin arbeitete Anne Will bereits als Journalistin bei den Zeitungen Spandauer Volksblatt und Kölnische Rundschau. Außerdem hatte sie ein Stipendium, welches ihr von der Friedrich Ebert Stiftung verliehen wurde. Anne Will schloss ihr Studium im Jahr 1990 mit dem Magister-Abschluss in Köln ab. Von ihren Freunden wird sie seit ihrer Kindheit auch „Willi“ genannt.

Anne Will: der Beginn ihrer Karriere

Nach ihrem Studium absolvierte Anne Will ein Volontariat in den Bereichen Hörfunk und Fernsehen beim Sender Freies Berlin. Anschließend moderierte sie auf diesem Sender die Talkshow „Mal ehrlich“ und die Sportsendung „Sportpalast“. Ab 1996 fungierte Anne Will als Gastgeberin in der Show „Parlazzo“ im WDR. Als erste Frau in der deutschen Fernsehgeschichte moderierte sie ab 1999 die „Sportschau“ in der ARD, wodurch sie bei einem breiten Publikum bekannt wurde. In diesem Rahmen übernahm Anne Will auch die Moderation der Sportsendungen zu den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000.

Anne Will: Moderation der ARD-Tagesthemen

Am 14. April 2001 trat Anne Will erstmals als neue Moderatorin der Tagesthemen (ARD) auf. In dieser Aufgabe war sie die direkte Nachfolgerin der Moderatorin und Journalistin Gabi Bauer. Anne Will moderierte zunächst abwechselnd mit Ulrich Wickert und später mit Tom Buhrow. Sie wurde im Sommer 2007 schließlich von Caren Miosga abgelöst. Bei den ARD-Tagesthemen handelt es sich um ein Nachrichtenjournal des ARD, welches stets an jedem Tag der Woche mit unterschiedlichen Sendezeiten je nach Wochentag ausgestrahlt wird. Die Sendung existiert bereits seit 1978 und wird derzeit von Caren Miosga, Ingo Zamperoni und Pinar Atalay moderiert.

Anne Will: ihre eigene Talkshow in der ARD

2007 suchten die Intendanten der ARD einen Nachfolger der Polit-Talkshow „Sabine Christiansen“, die bis dahin von der gleichnamigen Journalistin Sabine Christiansen moderiert worden war. Weil Günther Jauch diese Position angeboten bekommen, aber abgelehnt hatte, übernahm Anne Will ab dem 16. September 2007 die Moderation. Die Sendung wurde in „Anne Will“ umbenannt. Die politische Talkshow wird von der Will Media GmbH produziert, die seit dem Jahr 2007 von Anne Will auch als Geschäftsführerin geleitet wird. Mit dem Wechsel zu Anne Will als Moderatorin wird die Sendung nicht mehr im Studio am Berliner Breitscheidplatz aufgenommen, sondern im Studio in Berlin Adlershof. Die Ausstrahlung von Anne Will erfolgt wöchentlich am Sonntagabend um 21:45 Uhr.

Anne Will: weitere Moderationen und Gastauftritte im deutschen Fernsehen

Darüber hinaus moderierte Anne Will auch weitere Sendungen im deutschen Fernsehen. So zum Beispiel 2005, als sie mit Komiker Michael Mittermeier das deutsche „Live 8“ moderierte. 2013 arbeitete sie außerdem als Comoderatorin neben Maybrit Illner, Peter Kloeppel und Stefan Raab beim Fernsehduell zwischen den Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück und Angela Merkel. Die Sendung wurde auf den fünf Fernsehsendern ARD, ZDF, RTL, ProSieben und Phoenix gleichzeitig ausgestrahlt. Anne Will war außerdem häufig in anderen Formaten als Gast zu sehen. Sie besuchte beispielsweise im Jahr 2018 die erste Ausgabe der von Klaas Heufer-Umlauf moderierten Show „Late Night Berlin“ oder im selben Jahr auch „Inas Nacht“ als Gast der Moderatorin Ina Müller. Weitere Talk-Formate, in denen Anne Will als Gast auftrat, waren unter anderem das „Neo Magazin“ von und mit Jan Böhmermann, „Zimmer frei“ von Christine Westermann und Götz Alsmann und „Das ist Spitze“, moderiert von Kai Pflaume. Neben diesen Unterhaltungssendungen trat Anne Will jedoch auch vereinzelt als Gast anderer ernsthaften Talkshows auf. So mehrfach in der „NDR Talk Show“, in „3nach9“ und im „Kölner Treff“.

Anne Will: Gesellschaftliche und soziale Engagements

Anne Will engagiert sich für eine Vielzahl an gesellschaftspolitischen und sozialen Vereinen und Organisationen. So setzt sie sich beispielsweise für die Rechte von Frauen ein und sprach sich öffentlich für eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen aus. Die Frauenquote sollte hier nach ihrer Aussage mindestens 30 Prozent betragen. Ein Projekt, das Anne Will ebenfalls unterstützt, ist „Scoring Girls“ der Organisation Hawar.help (https://hawar.help/). Der Verein hat das Ziel, Mädchen mit Migrationshintergrund für den Fußballsport zu begeistern. In diesem Rahmen trainierte Anne Will 2018 öffentlich zusammen mit den Mädchen bei einem Benefizspiel in Köln. Die Moderatorin und Journalistin Anne Will ist darüber hinaus die Botschafterin für den „Raum der Namen“, welcher zum Holocaust-Mahnmal in Berlin gehört.

Anne Will: Gewonnene Preise und Auszeichnungen

Im Laufe ihrer Karriere konnte sich die Moderatorin Anne Will einige renommierte Preise für ihre Arbeit als Journalistin und Fernsehmoderatorin sichern. So beispielsweise die Goldene Kamera und den Deutschen Fernsehpreis. Hier ist eine Auflistung der wichtigsten Auszeichnungen von Anne Will:

  • 2001: Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis für ihre Arbeit als Moderatorin in der Sendung „Sportschau“ in der ARD
  • 2002: Goldene Kamera im Rahmen einer Leserwahl des Magazins „Hörzu“ als „Shooting Star 2001“
  • 2005: Internationaler B.A.U.M.-Sonderpreis, welcher für nachhaltiges Wirtschaften verliehen wird
  • 2006: Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis für ihre Interviews im Rahmen der Sendung „Tagesthemen“ in der ARD
  • 2006: Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Moderation Information“ für ihre Leistung als Moderatorin in der Sendung „Tagesthemen“ in der ARD
  • 2007: Hans-Joachim-Friedrichs-Preis für ihre Arbeit als Moderatorin in der Sendung „Tagesthemen“ in der ARD
  • 2007: Auszeichnung als „Newcomerin des Jahres“ von der Fachzeitschrift „Medien Magazin für Journalisten“
  • Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Information“ für ihre Leistung als Moderatorin in der Talkshow „Anne Will“

Anne Will: Privatleben der Moderatorin

Anne Will ist in Köln geboren und aufgewachsen, lebt aber seit ihrem Studienabschluss in Berlin. Die Moderatorin ist Fan des Fußballvereins 1.FC Köln und begeistert sich für den Kölner Karneval. Im Jahr 2007 machte sie ihre langjährige Beziehung mit Miriam Meckel öffentlich, die als Professorin des Medien- und Kommunikationsmanagements an der Universität St. Gallen in der Schweiz tätig ist. 2016 gingen Anne Will und Miriam Meckel die eingetragene Lebenspartnerschaft in Düsseldorf ein. Ende 2019 gab die Moderatorin und Journalistin bekannt, dass die beiden sich getrennt haben. Miriam Meckel veröffentlichte 2010 ihr Buch „Brief an mein Leben“, in dem sie über ihre Erfahrungen mit dem Thema Burnout berichtet. 2016 wurde das autobiografische Werk mit Schauspielerin Marie Bäumer in der Hauptrolle verfilmt und später in die Kinos gebracht.

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