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Annegret Kramp-Karrenbauer: Bisher kein Bekenntnis zu Anschlag in Mali mit verletzen Soldaten

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Kramp-Karrenbauer zu Anschlag in Mali
Kramp-Karrenbauer äußerte sich zum Anschlag in Mali © Henning Kaiser / dpa

Die Bundeswehr hat bislang noch keine Klarheit über die Hintergründe des Anschlags in Mali, bei dem am Freitag zwölf deutsche Soldaten und ein UN-Soldat aus Belgien verletzt wurden.

Berlin - Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte am Montag im Deutschlandfunk, die Aufklärung laufe, es gebe bisher aber kein Bekenntnis zu der Tat. Die CDU-Politikerin verwies aber darauf, dass in der Region die Terrormiliz Islamischer Staat und auch eine Al-Kaida nahestehende Gruppe aktiv seien.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitag in dem westafrikanischen Krisenland eine UN-Patrouille mit einer Autobombe angegriffen. Die verletzten Bundeswehrsoldaten wurden am Wochenende zurückgeflogen, sie werden in Kliniken in Ulm und Koblenz behandelt. Der Zustand der verwundeten Soldaten, darunter drei Schwerverletzte, ist der Ministerin zufolge stabil. Die Rettungskette habe gestanden, sagte sie mit Blick auf Kritik an der Ausrüstung der Bundeswehr in Mali.

Kramp-Karrenbauer sagte, die staatlichen Strukturen in Mali seien schwächer geworden, Terroristen agierten aggressiver. Das habe man bei der jüngsten Verlängerung der Bundeswehr-Mandate für Mali auch diskutiert. Als notwendig bezeichnete die Ministerin eine Debatte darüber, was man in dem Land erreichen wolle. Man müsse realistische Ziele für die Region formulieren und auch Einsatzerfahrungen in Afghanistan einbeziehen. Darüber wolle sie am Dienstag in New York mit UN-Vertretern sprechen.

Kramp-Karrenbauer plädierte dennoch dafür, den Einsatz weiterzuführen. Es könne nicht in deutschem und europäischem Interesse sein, dass die Sahel-Zone komplett instabil werde und sich Terroristen ausbreiteten. (dpa)

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