Drei Leichen in bayerischem Wohnhaus gefunden - Ermittler glauben, dass sich „Familientragödie abgespielt hat“

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Soldaten der indischen Armee stehen in der Nähe des Anschlagsortes auf der Straße. Foto: Dar Yasin/AP

Dutzende Tote

Anschlag auf indische Sicherheitskräfte in Kaschmir

Ein mit Hunderten Kilogramm Sprengstoff beladener Wagen explodiert in Kaschmir neben Bussen mit 2500 indischen Sicherheitskräften. Es ist vom schlimmsten solchen Anschlag in der blutigen Geschichte Kaschmirs die Rede - und es stellt sich die Frage, wie Indien reagieren wird.

Pulwama (dpa) - Ein Bombenanschlag auf indische Sicherheitskräfte in Kaschmir hat mindestens 40 Menschenleben gefordert. Das berichtete die indische Nachrichtenagentur ANI.

Ein mit etwa 350 Kilogramm Sprengstoff beladener Geländewagen explodierte auf einer Autobahn im Bezirk Pulwama, wie die Polizei mitteilte. Zu dem Zeitpunkt war dort ein Konvoi der paramilitärischen Polizeitruppe CRPF unterwegs.

Die aus Pakistan stammende Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed reklamierte den Anschlag für sich. Es war zunächst unklar, ob es sich um einen Selbstmordanschlag handelte. Indische Medien berichteten vom tödlichsten Anschlag aller Zeiten gegen indische Sicherheitskräfte im umkämpften Himalaya-Tal Kaschmir.

Insgesamt waren rund 2500 CRPF-Angehörige in Dutzenden ungepanzerten Bussen auf dem Weg in das rund 20 Kilometer vom Anschlagsort entfernte Srinagar - die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Jammu und Kaschmir. Auf Bildern vom Ort des Geschehens waren die verkohlten Wrackteile eines völlig zerfetzten Busses zu sehen.

Indiens Premierminister Narendra Modi sprach auf Twitter von einem "niederträchtigen Angriff". Er nannte die Toten "Märtyrer" und schrieb: "Die Opfer, die unsere mutigen Sicherheitskräfte gebracht haben, werden nicht vergeblich sein." Innenminister Rajnath Singh kündigte im Interview der ANI eine "starke Antwort" an. In manchen Medien wurden Stimmen laut, die Rache an Pakistan forderten.

Auf einen Angriff auf einen Militärstützpunkt in Kaschmir mit 19 toten indischen Soldaten hatte Indien im September 2016 nach eigenen Angaben mit einem "chirurgischen Schlag" im pakistanischen Teil Kaschmirs geantwortet. Es war das erste Mal seit 1971, dass Indien eine geplante Militäraktion auf pakistanischem Boden zugab. Auch damals machte Indien Jaish-e-Mohammed für den Anschlag verantwortlich. Ein Spielfilm über den "chirurgischen Schlag", der die beteiligten Soldaten als Helden darstellt, läuft derzeit in indischen Kinos.

Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indien und seiner Trennung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 streiten die beiden Länder um die Herrschaft über Kaschmir. Die heutigen Atommächte führten bereits zwei Kriege um das Gebiet. Im von Indien verwalteten Teil kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Anhängern einer Abspaltung des überwiegend muslimischen Kaschmirs vom mehrheitlich hinduistischen Indien. Dabei kamen seit den späten 1980er Jahren Zehntausende Menschen ums Leben.

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