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Gedenken an die Toten und Verletzten nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Die ganzen Fakten

Anschlag in Berlin: Das wissen wir bislang

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München - Bei einem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt sind am Montagabend zwölf Menschen ums Leben gekommen. Der Täter verwendete einen Lkw als Tatwaffe, befindet sich noch auf der Flucht. Was bisher bekannt ist.

Die Polizei jagt den Täter von Berlin. Ein Tunesier wird verdächtigt. Ob er es aber war, ist dennoch unklar. Das Bild wird immer verworrener, deshalb ein Überblick.

+++ Ein Lkw ist am Montagabend um ca. 20 Uhr in Berlin in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Bei dem gezielten Anschlag wurden zwölf Menschen getötet. Viele verletzten sich schwer. Keine Person schwebt mehr in Lebensgefahr. Pastor und Staatsoberhaupt Joachim Gauck besuchte die Verletzten im Krankenhaus.

+++ Der polnische Fahrer des gekaperten Lkw wurde wohl erst am Anschlagsort mit einer Kleinkalibrigen Waffe erschossen. Die Ermittler gehen von einem Kampf im Führerhaus aus. Von der Waffe fehlt bislang jede Spur. Durch den Kampf glaubt die Polizei aber, dass auch der Täter verletzt sein könnte. Krankenhäuser wurden deshalb kontrolliert.

+++ Der Lastwagen des polnischen Fahrers Lukasz U. wurde wohl spontan zur Mordwaffe. U. hätte erst einen Tag später in Berlin sein sollen. Sein letztes Lebenszeichen gab er am Montag um 16 Uhr. 

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt

+++ Ein Passant folgte dem flüchtenden Fahrer vom Tatort, verlor ihn aber aus den Augen. Seine Beschreibungen führten die Polizei zu einem Pakistani, der nach 20 Stunden in U-Haft wieder freigelassen wurde.

+++ Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat am Dienstagabend den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin für sich reklamiert. 

+++ Im Laufe des Mittwochs sickerte durch, dass die Bundesanwaltschaft einen neuen Tatverdächtigen hat. Offenbar handelt es sich um einen radikalisierten Tunesier Anfang 20. Innenminister Thomas de Maizière bestätigte am Nachmittag eine europaweite Fahndung seit Mitternacht. Nähere Details nannte er nicht.

+++ Der gesuchte neue Tatverdächtige ist im Juli 2015 über Freiburg nach Deutschland eingereist. „Er war dann nach Baden-Württemberg auch in Berlin und in Nordrhein-Westfalen“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. „Seit Februar 2016 hatte er seinen Lebensmittelpunkt überwiegend in Berlin, zuletzt war er nur kurz in NRW“, sagte der Minister weiter.

Berlin trauert um die Opfer des Anschlags - Die Bilder

+++ Auf das Hinweisportal des Bundeskriminalamtes (BKA) hat es nach dem Anschlag in Berlin einen Hackerangriff gegeben haben. Berichte der Funke Mediengruppe bestätigte eine Sprecherin des BKA. Auf der BKA-Internetseite können Zeugen Videos oder Fotos von dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin hochladen. Am Dienstag zwischen 17 und 19.30 Uhr sei das Portal aufgrund einer sogenannten DDos-Attacke nicht erreichbar gewesen.

Alles zum Anschlag in Berlin finden Sie auch auf unserer Themenseite.

mke/dpa/afp

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