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Ein zwölfjähriger Junge hat angeblich versucht, einen Bombenanschlag auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt und in der Nähe des Rathauses zu verüben.

Junge deponierte Tasche am Weihnachtsmarkt

Anschlag durch einen Zwölfjährigen? Ludwigshafen ist geschockt

Ludwigshafen - Nur knapp ist Ludwigshafen offenbar einem Anschlag entgangen, den ein Bub (12) auf einem Weihnachtsmarkt geplant haben soll. Die Menschen sind beunruhigt.

Der Verkehr fließt, Menschen kaufen ein, auf dem Weihnachtsmarkt öffnen die ersten Stände. Nichts deutet darauf hin, dass hier ein Zwölfjähriger einen Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt geplant haben soll und dies offenbar nur knapp verhindert werden konnte. Doch die Bürger von Ludwigshafen sind tief getroffen.

Eine Frau mit einem Kinderwagen sagt, sie plane in diesem Jahr keinen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. „Ich bin total verunsichert.“ Einen Steinwurf entfernt soll der mutmaßliche junge Bombenleger am 5. Dezember eine Tasche deponiert haben. Die Experten des Landeskriminalamtes fanden darin ein Glas mit vermutlich pyrotechnischem Material, wie es in Feuerwerkskörpern vorkommt.

„Das alles macht mich zornig“

Eine Frau verkauft auf dem Weihnachtsmarkt Kartoffelpuffer. „Was wollen diese Leute eigentlich von uns?“, fragt sie mit Blick auf mögliche Verbindungen des deutsch-irakischen Jungen zu Extremisten. „Das alles macht mich nachdenklich. Aber auch zornig.“ Ein Mann neben ihr sagt, Ausländerfeinde und sonstige Hetzer könnten den Fall instrumentalisieren. „Das Thema ist brisant. Wir sollten es nicht so stark pushen.“

Auch Marcus Endlich hat einen Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt und weiß aus Erfahrung, dass die Besucher sehr sensibel auf Meldungen wie die von dem möglichen Anschlag reagieren. „Im vergangenen Jahr haben sich die Anschläge in Paris auf die Besucherzahlen ausgewirkt“, sagt der 40-Jährige. „Ich gehe davon aus, dass es diesmal auch so sein wird, zumal es um ein Ereignis direkt vor unserer Haustür geht.“

dpa

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