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Anschlag auf Sikh-Gebetshaus in Essen

Angeklagter erscheint komplett vermummt

Anschlag auf Sikh-Tempel: Prozess hinter verschlossenen Türen

Münster - In Münster steht ein 20-jähriger Mann vor Gericht. Der Vorwurf lautet unter anderem Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Es ist der erste Prozess um den Bombenanschlag auf einen Essener Sikh-Tempel. 

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat in Münster vor dem Amtsgericht der erste Prozess um den Bombenanschlag auf einen Essener Sikh-Tempel begonnen. Angeklagt ist ein 20-jähriger Mann, der zum Unterstützerkreis der eigentlichen Attentäter gehören soll. Außerdem soll er bei einer Probesprengung dabei gewesen sein.

Zum Prozessauftakt am Freitag erschien der Angeklagte komplett vermummt. Er hatte sich einen schwarzen Schal um den Kopf gewickelt. Die Öffentlichkeit war auf Antrag der Verteidigung von der Verhandlung ausgeschlossen worden. Die Anklage lautet unter anderem auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Bei dem Anschlag auf den Sikh-Tempel waren im April drei Menschen verletzt worden. Die Bombe war im Eingangsbereich des Gebetshauses nach einer indischen Hochzeit explodiert. Drei 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen wird unter anderem versuchter Mord und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in zwei Fällen vorgeworfen. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Haupttäter steht noch bevor.

dpa

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