+
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres nahm der Staat insgesamt 365,4 Milliarden Euro Steuern ein - 4,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Foto: Tobias Hase/Illustration

Anstieg der Steuereinnahmen im Juli vorerst gestoppt

Berlin (dpa) - Die kräftige Anstieg der Steuereinnahmen des Staates ist vorerst gestoppt. Im Juli wurde im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ein Rückgang von 1,9 Prozent verzeichnet, wie das Bundesfinanzministerium in seinem aktuellen Monatsbericht mitteilte.

"Die Grunddynamik der Aufkommensentwicklung bleibt aber weiterhin positiv und steht im Einklang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung", hieß es.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres nahm der Staat insgesamt 365,4 Milliarden Euro Steuern (ohne reine Gemeindesteuern) ein. Das waren 4,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang im Juli sei vor allem auf Sondereffekte zurückzuführen, die auch bereits in der Steuerschätzung von Mai berücksichtigt worden seien.

Bei den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag gab es nun "einen hohen rechnerischen Rückgang nach einem kräftigen Anstieg im Juni." Eine veränderte Terminierung bei Dividendenausschüttungen habe wohl zu einer Verschiebung des Steueraufkommens im Jahresverlauf geführt.

Weiter verringert haben sich Einnahmen aus der Abgeltungssteuer auf Zins- und Veräußerungsgewinne. Maßgeblich trage dazu wahrscheinlich bei, dass niedrig verzinste Finanzanlagen in den Portefeuilles der Anleger ein immer größeres Gewicht erhalten.

"Die gute Verfassung der deutschen Wirtschaft spricht für eine Fortsetzung der konjunkturellen Aufwärtsbewegung in den kommenden Monaten", erläutert das Ministerium. Mit dem britischen Votum für einen EU-Austritt hätten aber die außenwirtschaftlichen Risiken zugenommen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sozialverbände schalten Anzeige gegen die AfD
Die AfD beherrscht das Spiel mit Provokationen. Ihre Anfrage zu Behinderten in Deutschland hat weithin Empörung ausgelöst. Die Sozialverbände sehen sich "an die …
Sozialverbände schalten Anzeige gegen die AfD
Anschlag in Kabul: Zahl der Toten steigt auf mindestens 31
Nach dem Selbstmordanschlag vor einem Zentrum zur Registrierung von Wählern in Kabul ist die Zahl der Toten auf 31 gestiegen.
Anschlag in Kabul: Zahl der Toten steigt auf mindestens 31
31 Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul
Kabul (dpa) - Die Zahl der Toten bei einem Selbstmordanschlag in Kabul ist auf mindestens 31 gestiegen. Weitere 54 Menschen seien verletzt worden, als eine Bombe an …
31 Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul
Bayern: 42 Prozent für CSU - SPD, Grüne und AfD gleichauf
Berlin (dpa) - Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Bayern hat die CSU einer neuen Umfrage zufolge an Zustimmung gewonnen. 42 Prozent der Befragten würden den …
Bayern: 42 Prozent für CSU - SPD, Grüne und AfD gleichauf

Kommentare