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Gauland schlägt in Nürnberg Protest entgegen

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Der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland bei seinem Wahlkampfauftritt in der Nürnberger Meistersingerhalle.
Der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland bei seinem Wahlkampfauftritt in der Nürnberger Meistersingerhalle. © dpa

Nachdem auch AfD-Anhänger Wahlkampfauftritte von Kanzlerin Merkel mit Buhrufen und Pfiffen gestört haben, bekommt jetzt AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland in Nürnberg deutliche Kritik ab.

Nürnberg  - Hunderte Menschen haben in Nürnberg gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Alexander Gauland protestiert.Die Demonstranten zogen am Samstag von einem zentralen Platz zur Meistersingerhalle, wo Gauland am Nachmittag sprechen sollte. Teilnehmer skandierten Parolen wie „Ganz Nürnberg hasst die AfD“ und „Rassisten, haut ab.“ Zu dem Protest hatten unter anderem die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg und das Antifaschistische Aktionsbündnis aufgerufen.

Einzelne Rangeleien, keine Festnahmen

Die Kundgebung blieb weitgehend friedlich. Doch kam es vereinzelt zu Rangeleien, als Demonstranten sich Veranstaltungsbesuchern nahe der Halle in den Weg stellten, wie ein Polizeisprecher sagte. Festnahmen habe es zunächst nicht gegeben. Ein großes Polizeiaufgebot war im Einsatz.

Um den Auftritt Gaulands hatte es Streit zwischen der Stadt Nürnberg und der AfD gegeben. Hintergrund war ein Wahlkampfauftritt Gaulands in Thüringen, bei dem er davon sprach, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), in der Türkei zu „entsorgen“. Die Stadt Nürnberg forderte die AfD auf, zu versichern, dass der Politiker in der Meistersingerhalle nicht sprechen würde. Dem kam die Partei aber nicht nach, die Kommune kündigte daraufhin den Mietvertrag für die Halle. Die AfD zog dagegen mit Erfolg vor Gericht.

Bei seinem umstrittenen Auftritt in Nürnberg nahm Gauland am erneut Bezug auf die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD). „Ich habe einfach nur der Dame empfohlen - ganz höflich - dass sie doch vielleicht einen längeren Aufenthalt in einem Land nehmen könnte, in dem sie vielleicht die kulturellen Regeln besser versteht“, so der AfD-Spitzenkandidat am Samstag.

dpa

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