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Zwei Männer entzünden vor der US-Botschaft in Mexiko City eine amerikanische Fahne. Foto: Marco Ugarte

Nach Amtseinführung

Anti-Trump-Proteste in Mexiko

Kein anderes Land hat Trump im Wahlkampf so hart attackiert wie den Nachbarn im Süden. Nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten befürchten die Mexikaner das Schlimmste. Bei einer Demonstration in Mexiko-Stadt brennen US-Flaggen und Trump-Puppen.

Mexiko-Stadt (dpa) - Nach der Amtseinführung von Donald Trump haben Hunderte Menschen in Mexiko-Stadt gegen den neuen US-Präsidenten protestiert.

"Donald Trump - Hass-Säer" und "Mexiko ist mehr als Trump" war auf den Transparenten der Demonstranten zu lesen. "Wir weisen den rassistischen Diskurs des Herrn Trump zurück", sagte ein Redner am Freitag.

Die Demonstranten zogen von der US-Botschaft zum zentralen Platz Zócalo. "Hau ab - Trump. Yankees - haut ab aus Lateinamerika", hatten Demonstranten auf ein Transparent gemalt. Der Protestzug blieb friedlich. Am Rande steckten Demonstranten eine US-Flagge mit Hakenkreuzen statt Sternen und eine Trump-Puppen in Brand.

Trump hatte Mexikaner im Wahlkampf als Vergewaltiger und Drogenhändler verunglimpft. Er kündigte zudem an, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu errichten, um die illegale Einwanderung zu stoppen.

Außerdem will er Millionen Migranten ohne Papiere abschieben. In den USA leben rund elf Millionen Mexikaner, rund die Hälfte von ihnen ohne Aufenthaltsberechtigung. Ihre Überweisungen sind ein wichtiger Devisenbringer für Mexiko.

"Unsere Institutionen befinden sich im Verfall und diese Situation wird sich mit Trump noch verschlechtern", sagte die 60-jährige Arbeiterin Mary García. "Wenn die mexikanische Regierung wenigstens ein Projekt hätte. Aber das sehe ich nicht. Sie werden unsere Interessen weiter den USA opfern."

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